Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 41. Band.1920
Seite: 167
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AUGUST RENOIR

I'hot. Durand-Ruel, Paris

DIE TEETASSE

es sein Flirren, sein Gleiten und Huschen mitteilt
und den starken Reiz der Bewegung gibt.
Noch zwei Meisterwerke stehen im Zeichen dieser
Entwicklung, das „Gartenfrühstück" (Frankfurt
a. M., Städt. Galerie) und das „Frühstück
der Ruderer" (Paris, Luxembourg), ersteres in
der Kühnheit der Komposition mit der halbabgeschnittenen
Figur des Herrn und in der Delikatesse
der Farben, die durch die das Bild schräg
durchziehende schwarze Farbe in der Kleidung
der einen Frau und des Mannes noch gesteigert
wird, bemerkenswert, letzteres eine weitere Abwandlung
der im Tanzbilde aufgeworfenen Probleme
.

Eine weitere Wandlung, einen neuen Höhepunkt
bringt die Mitte der achtziger Jahre. Die
Helligkeit und Leuchtkraft der Farbe wird noch
gesteigert, das Schwarz verschwindet von der
Palette, die solches Kontrastes nicht mehr bedarf
, zugleich aber gewinnen die Formen wieder
an Festigkeit, der Linie wird wieder bedeutender
Spielraum gewährt, die Kontur kommt mehr
zu ihrem Rechte. Was ein lesenswertes Büchlein
von Cohn-Wiener nachweist, daß in der Entwicklung
der Stile ein konstruktiver Stil jeweils
von einem mit mehr dekorativen Mitteln arbeitenden
abgelöst wird, dies Stilgesetz gilt nicht
nur für die großen Epochen, auch in den Perioden
eines Einzelkünstlerlebens glaubt man es
aufdecken zu können, wie hier bei Renoir. Bei

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