http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_41_1920/0252
HEINRICH REIFFERSCHEID
VORFRÜHLING
Verhältnisse beider Landschaftsräume: dort die
großlinige, herbe, raumweite Zielstrebigkeit, hier
die gemütvolle Innigkeit, das Seelenvolle, Warme,
die Anteilnahme am Kleinsten und seine Erhebung
ins Große und Ausdrucksvolle des Lebens.
Sicher ist die Verdichtung in Reifferscheids
Kunst, das Dichterische, aus süddeutschen Eindrücken
und Einflüssen zu erklären, wenn auch
die vereinfachende Sprache schon in den rheinischen
und niederdeutschen Blättern gewonnen
wird. Gerade die letzte Entwicklung der technischen
Sprache, wie sie sich in der Widmung
„An Hölderlin" (1918), in den wundervollen
Bilddichtungen „Frühling" und „Wanderer", in
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