Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 41. Band.1920
Seite: 218
(PDF, 126 MB)
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NEUE KUNSTLITERATUR

Moritz von Schwinds Zeichnungen. —
Daniel Chodowieckis K ü n s 11 e r f a h rt
nach Danzig. Beide herausgegeben von Willibald
Franke. Comenius Bücher 5 und 6. Leipzig
und Berlin. Verlag Grethlein & Co.

Die leidige Papiernot unserer Zeit läßt den
vollen Genuß an diesen reizvollen Publikationen
leider nicht in dem Maße aufkommen, wie sie es
wohl verdienten; denn unter der nicht hervorragenden
Qualität des Papiers hat auch die Güte
der Abbildungen in etwas an Schärfe eingebüßt.
Die Idee selbst und ihre Durchführung sind an
sich sehr begrüßenswert: Der Band Chodowiecki
bringt z. B. außer einer verständnisvollen Einführung
über Chodowiecki als Mensch und Künstler
und dem Abdruck einer Schilderung der
Stadt Danzig zu Chodowieckis Zeit aus der Feder
der Johanna Schopenhauer einen vollständigen
Abdruck des Textes des Tagebuches, der in
manchen Ausgaben nur stark gekürzt zu finden
ist. Der Schwind-Band enthält außer einer
guten Würdigung des Lebens und Wirkens des
Künstlers, die schon mit zahlreich eingestreuten
persönlichen literarischen Denkmalen durchsetzt
ist, noch einen ganz stattlichen Anhang
vom Briefwechsel
Schwinds mit
seinen Freunden
, der erst
zusammen mit
seinen Werken
ein echtes Bild
dieses frohsinnigen
und liebenswürdigen
Künstlers gibt.
Mit dieser glücklichen
Inszenierung
der Bände
erst werden sie
in vollstem Sinne
das, was sie
erstreben: dem
Volke seine
Künstler nahezubringen
und
das Wesen ihrer
— im echtesten
Sinne — Volkskunst
zu erschließen
. Die
Illustrationen
zu diesem Bande
— bei Chodowiecki
ist das
gesamte Skizzenbuch
reproduziert
— sind
mit großem Verständnis
ausgewählt
und gebenein
abgerundetes
Bild von
Schwinds vielseitiger
Kunst.
Eine neue Auflage
, die im
Sinne weitester
Verbreitung

wünschenswert HEINRICH REIFFERSCHEID

ist, steht dann auch hoffentlich unter einem
glücklicheren Stern hinsichtlich des Papiers.

Springers Handbuch der Kunstgeschichte
. V.Band: Die Kunst von 1800 bis zur
Gegenwart. Bearbeitet von Dr. Max Osborn.
7. Auflage. Mit 585 Abbildungen im Text und
16 Farbentafeln. Leipzig 1920. Verlag Alfred
Kröner. Gebunden 20 M.

Diese neue Auflage des letzten Bandes des
alten bewährten Handbuches erscheint in stärker
umgearbeiteter Gestalt als ihre Vorgängerin;
machte doch die Angliederung eines neuen
Abschnittes, der die Kunst des ersten Fünftels
des neuen Jahrhunderts behandelt, manche Veränderungen
in den vorhergegangenen Kapiteln
nötig. Manches war nun stärker zu betonen,
stand nun, mit dem Eingehen auf die modernen
Bestrebungen, in anderem Lichte da als früher,
manche Erscheinung hatte an Bedeutung gewonnen
oder verloren, mußte an andere Stelle gerückt
werden. Diese Umarbeitung ist vom Bearbeiter
mit viel Takt geleistet und auch die Abfassung
des neuen Abschnittes ist aus dem gleichen
wohltuenden Gefühle heraus mehr in die
Form eines Referates über die neuen Bestrebungen
gekleidet als in panegyrischer Gestalt gehalten
. So erfüllt der letzte Band des Handbuches
vollauf
seinen Zweck,
eine eingehen-
dereEinführung
in die gesamte
bildende Kunst
zu geben, in reichem
Maße. Und
auch die vermehrte
Anzahl
der Abbildungen
und die zahlreichen
Farbentafeln
, von denen
leider keine
für die jüngere
Richtung,
in der so mancher
ernsthafte
Künstler in
der Schwarzweiß
-Reproduktion
fast alles
verliert, bestimmt
wurde,
tragen zur Erreichung
dieser
Aufgabe wesentlich
bei.

MUTTER UND KIND

Religion in
welcher Form sie
auftritt, bleibt das
ideale Bedürfnis
der Menschheit.
Deshalb ihre unauflösliche
Verwandtschaft
mit
der Kunst.

Feuerbach

218


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