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ERNST ZIMMERMANN
BILDNIS KEYSER
Zusammenfassung ihres Werkes erwünscht sein
muß, besonders aber, daß die jetzt getrennte
„Tschudi-Spende", die Sammlung von Werken
vorwiegend französischer Impressionisten, dann
sinngemäß wieder vereinigt werden kann.
*
Der erste Saal der Neuen Staatsgalerie ist auf
Ton gestimmt; genauer gesprochen: auf den
bräunlichen Ton der Münchner Schule von 1860
bis 1870 und auf das hellere Silbergrau, das die
Münchner Landschafter, die von Lier angeregt
waren, bevorzugten. Merkwürdig hell steht eine
Flußlandschaft Thomas, eine Neuerwerbung
Dörnhöffers, und der köstliche Talblick des
gleichen Künstlers („Taunuslandschaft"), seit
1891 in der Pinakothek, in dem Saal; weniger
Freude kann man an Thomas Temperabild
„Einsamkeit" haben; unter typisch malerischen
Werken der Nachbarschaft wirkt es als Illustration
, koloriert, nicht gemalt, und das breit-
hingestrichene, nicht gerade sympathische Blau
reißt ein beträchtliches Loch in das Ensemble.
Im übrigen ist hier eine recht bunte Reihe von
Gemälden beisammen: neben Landschaften auch
Bildnisse aus Thomas Hand, dann die Werke
aus der Frühzeit des Hans von Marees, d. h.
aus den 1860er Jahren, so daß das Prinzip, die
malerische Entwicklung von 1870 oder gar erst
von 1880 an zu veranschaulichen, noch mehr
durchbrochen ist als in dem angeführten Fall
von Leibis Bildnis der Frau Gedon; weiterhin
sieht man Bildnisse des Diez-Schülers Ernst
Zimmermann, dessen Bedeutung nun allmählich
erkannt wird, Bilder aus den Anfängen Habermanns
(da er noch Piloty-Schüler war), Landschaften
des Schweizers Adolf Stäbli und des
Münchners Karl Haider, von dem man, als
Leihgabe aus der Sammlung Wilhelm Weigands,
das wundervoll-stille, unpathetisch-feierliche Bild
„Über allen Gipfeln ist Ruh'" gewinnen konnte
als Dokument einer noch immer nicht genug
erkannten Kraft malerischer Ausformung reinsten
Naturgefühls.
Karl Haiders Werk gibt eine gute Überleitung
zum Leibi-Kreis, dem übrigens auchThoma
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