Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 41. Band.1920
Seite: 251
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heitskämpfer aufgenommen, in dieser Umgebung.
Von Matisse geht kaum ein Weg zu Weisgerbers
Spätwerken, hart stehen Kokoschka und Cöster
nebeneinander. Die beiden Caspar und besonders
Hans Purrmann, den Schöpfer eines ungemein
kultivierten Stillebens, läßt man als Repräsentanten
jüngster Kunst in dieser Sammlung
gerne gelten, um aber einen ganz reinen und
ganz vollen Eindruck aus diesem letzten Saal
und aus der Galerie überhaupt mitzunehmen,
ist nichts so geeignet, als vor Hodlers frischgrüne
Landschaften aus seiner mittleren Schaffensperiode
hinzutreten. Man bittet Hodler um
dieser Bilder willen manches ab, und ist nicht
minder geneigt, mit diesem reinen Klang im
Herzen, auch versöhnt mit mancher von der
neuen Sammlung verschuldeten Verzeichnung
im Entwicklungsweg der internationalen Kunst,
aus dem Bereich der Malerei und Plastik wieder
ins Leben hinauszutreten. Georg Jacob Wolf

Die. unklaren Ideen über die einfachsten Sachen
in der Kunst sind heutzutage Gemeingut aller Gebildeten
geworden.

Daß der Künstler Eigenes zu geben habe, dem
stimmen gar viele zu, die aber dann verlangen, daß
dies Eigene so sein soll, wie sie es sich denken.

Ein wahrer Glaube, welcher zur Freiheit führt,
fehlt oft der Kunst unserer Zeit; da heckt man dann
Systeme, Theorien, Prinzipien aus und schwört auf sie.

Was ist es, das den Künstler freudig macht und
stark? Es ist ein Frohgefühl, weil er zum voraus gewußt
, daß sein Werk kommenden Geschlechtern Freude
machen kann. Hans Thoma

Das wahre Gefühl des Schönen gleicht einem flüssigen
Gipse, welcher über den Kopf des Apollo gegossen
wird und denselben in allen Teilen berührt und
umgibt. Der Vorwurf dieses Gefühls ist nicht, was
Trieb, Freundschaft und Gefälligkeit anpreisen, sondern
was der innere feinere Sinn, welcher von allen Absichten
geläutert sein soll, um des Schönen selbst
willen empfindet. Winckelmann

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