Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 41. Band.1920
Seite: 347
(PDF, 126 MB)
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EDMUND MOELLER

FRAUEN BÜSTE IN MARMOR

über sie selbst erhöht und ihr Würde verleiht,
indem sie dabei ihre Eigentümlichkeit betont.
So erscheinen die Menschen charakteristisch in
ihrer Wesenheit: der Dresdner Stadtbaumeister
Hans Pölzig, der Dichter Karl Hauptmann, der
Maler Max Liebermann, der Komponist Hermann
Scholz, die verschiedenen Frauenköpfe,
darunter des Künstlers getreue künstlerische
Gefährtin und Gattin und beider Söhnchen.
Ohne verallgemeinernde Manier ist sein Stil groß
und formreich, da er vor jeder neuen Aufgabe
neue Forderungen und Lösungen findet.

Die überragende Schöpfung von Moellers jüngsten
Arbeiten sind die drei Riesenfiguren zu
einem Denkmal der Freiheit. Sie gehen vorgeahnt
, tastend angerührt schon durch die Fülle

früher Studien und Entwürfe, die einen Hauptbestand
seiner Zeichnungen bildeten. Aus ihnen
blickte schon schöpferischer Wille, der aus innerer
Anschauung quillt. In Ausdrucksstudien zeigten
sich bereits bedeutsame Bewegungen mit
dem Wesenszuge von wirklicher Kraft, Gestalten
von Kraftnaturen, starken Menschen, denen
so Kampf wie Frohsinn Lebensbetätigung und
-bedingung ist. In Kämpfergruppen entspann
sich Kampf in Angriff und Abwehr. Der Augenblick
des Gleichgewichts der Kräfte schuf den
für die bildnerische und statuarische Fassung geeigneten
Ruhepunkt. Dabei ergab sich häufig
ein Überwiegen der feindlichen Gewalten mit
der Wendung zum Tragischen für die heldische
Hauptfigur. Als starke Gefühlsäußerung zeigte

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