Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 41. Band.1920
Seite: 374
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PAUL MERSE VON SZINYEI

BILDNIS IN LILA

blikum schraken vor seinen strahlenden Farben
zurück. Der führende Kritiker, Gustav Kelety,
sprach von einem delirium colorans. Dieser
Fehlschlag nahm Szinyei vollends den Mut;
er zog sich endgültig zurück. So verflossen
weitere dreizehn Jahre. Mittlerweile geriet ein
aus München heimgekehrter junger Künstler,
Zemplenyi, nach Jernye, wo er in der Gegend
malte, und überrascht sah Szinyei, daß der
Fremde so arbeitete, wie zwanzig Jahre vorher
er selbst. Was war geschehen? Nichts anderes,
als daß auch die Franzosen die Rätsel der

Freilichtmalerei gelöst hatten, daß auch sie
den Stil vom Luftton als Einheit ableiteten,
daß auch sie die Einheit der Impression anstrebten
, wie vor vielen Jahren er selbst. Auf
seinem Siegeszug war das Pleinair auch nach
München gelangt. Dies spornte ihn zu neuer
Arbeit an, und bald darauf, gelegentlich der
Millennar-Ausstellung im Jahre 1896, erschien
Szinyei wieder auf dem Plan. Hier entdeckt
ihn die junge Künstlergeneration, die aus München
heimgekehrt war, um in Nagybänya eine
Schule zu gründen, als einen Vorläufer ihrer

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