http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_42_1920/0016
macm BURG
CMAU//EE
A-A. A A A A A_ A
von QEM/CHEiD
□□□
□ O
n
L
□
1
□ i--^
□
□
-wonnunq oc_r FoarrEa/
LAGEPLAN UND GRUNDRISSE
(OBEN DACHGESCHOSZ, UNTEN ERDGESCHOSZ)
Gelände durch eine große Tannenhecke abgeschlossen
. Von hier aus führt eine neu angelegte
Kastanienallee auf die Mitte des Hauses
zu und verbreitert sich hier halbkreisförmig zu
einem Vorplatz. Im Osten des Geländes ist.
ein großer Gemüsegarten untergebracht und
ein Teehaus ist hier durch einen Rosenpfad
von der Terrasse aus direkt zu erreichen. Im
Westen sind verdeckt durch den hohen Baumbestand
die Stallanlagen errichtet, während im
Süden am Waldesrand inmitten duftiger Tannen
ein Wasserbecken die Gesamtanlage im Spiegelbild
erscheinen läßt.
Das Herauswachsen der niedrigen breitgelagerten
Baumassen aus der Landschaft, die
geschwungenen Schieferdachflächen, die rhythmische
Fensterteilung der Südseite und die
Terrassenbildung bezeichnen die äußere Architektur
. Lustig stimmen dazu die grünberankten
rosafarbenen rauhen Putzflächen, und die weißgestrichenen
Fensterläden. Wie an jedem bergischen
Hause die Haustüre ein wesentliches
Architekturstück ist, so wurde sie auch hier
mit besonderer Liebe behandelt. Die Türfläche
ist dunkelgrün gestrichen mit weiß abgesetzten
Profilen, ebenso ist das reichgeschnitzte Oberlicht
mit Laterne weiß gestrichen. Eine besondere
Note hat die Türe durch das mittlere
durchbrochene blanke Messingblechgitter mit
dem dicken Knopf erhalten.
Die Vorhalle bietet dem Eintretenden einen
fröhlichen Willkommgruß mit ihrer Stimmung,
die dem ganzen Hause eigen ist. Die Wandbekleidung
besteht aus alten holländischen Plättchen
, die mit allerlei Jagdstücken bemalt sind.
Der Fußboden ist mit hellblauen kleinen quadratischen
Fliesen belegt und ebenfalls sind die
Möbel blau gestrichen. Einen wirkungsvollen
Gegensatz hierzu bilden die im braunen Holzton
lasierten Türen mit ihren geschwungenen
Sprossenteilungen und Messingbeschlägen. Die
mittlere Tür führt in den Saal, der den Kern
der Ausstattung bildet. Um diesem Raum die
richtigen Verhältnisse geben zu können, mußte
er um drei Stufen höher als die übrigen Räume
gestochen werden. Überwältigend feierlich und
vornehm ist die Stimmung dieses Saales. Der
Parkettfußboden ist im Schachbrettmuster aus
Ahorn- und braunem Jarrahholz hergestellt,
während die Wände in einem ins Grüne spielenden
gelben Farbton gehalten sind. Hierzu
bilden die Kirschholzmöbel, der weiße Kachelofen
, die weißgestrichenen Holzteile, die Kristalleuchter
und die leuchtend blauen Farbflecken
des Teppichs und der Tischdecke einen
harmonischen Ausklang. Das mittlere Saalfenster
ist als Tür eingerichtet und führt auf
die breite und geräumige Terrasse mit den beiden
den Bau rechts und links flankierenden
Linden. Vor der Terrasse senkt sich ein weiter
Rasenplatz mit symmetrisch angeordneten
Rosenbeeten nach Süden in voller Sonne. Durch
mehrere strahlenförmig gebildete Durchblicke gewinnt
man die Aussicht nach Südost, Süd und
Südwest durch windschützende Fichten und
Buchen auf die gegenüberliegenden Höhenzüge.
2
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_42_1920/0016