Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 42. Band.1920
Seite: 10
(PDF, 108 MB)
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Varia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_42_1920/0024
ARCH. F.W. HOEFFGEN

JAGDSCHLÖSZCHEN W. A. B. HASENCLEVER: ECKE IM SAAL (vgl. Abb. S. 9)

tekten Hoeffgen und Borg in Remscheid im
einzelnen weiter bearbeitet wurde. Der Plan
wird durch zwei gesonderte, an der Nordseite
mit dem alten Haus in Verbindung gebrachte
Flügelbauten gelöst, deren einer dem Förster
als Wohnung, der andere für Nebenräume und

Fremdenzimmer dienen soll. Die Flügelbauten
sollen sich so einfügen, daß auf der Terrasse
an der Morgen- und Abendsonne zwei geschützte
Sitzecken entstehen und zugleich nach der Straße
zu ein geschlossener Vorhof mit Brunnenanlage
gebildet wird.

„EXPRESSIONISMUS" UND ARCHITEKTUR

Von Baudirektor Fritz Schumacher-Hamburg

Wenn der Fanatismus eines neuen Wollens
eine Provinz der Kunst ergreift, so ist das
niemals bloß eine Angelegenheit dieser einen
Provinz, sondern ein Zeichen dafür, daß im
Gesamtreich des künstlerischen Auffassens eine
jener Krisen sich vorbereitet, die notwendig
scheint, damit unser Blick sich nicht in einseitigem
Starren verkrampft.

Solch fanatisches neues Wollen bricht zurzeit
vor allem in der Malerei mit eigentümlicher
Heftigkeit hervor. Zuerst war man im großen
Publikum geneigt, die Äußerungen kleiner

Gruppen für Einzelerscheinungen zu nehmen.
Man begegnete einem primitiven Lallen und
wunderte sich, wie es wagen konnte, in unserer
Zeit raffiniertesten Könnens Gehör zu heischen;
man sah tiefsinnige Abstraktionen und lächelte,
wenn man sich ernsthaft mit ihnen beschäftigen
sollte. Man sah verzerrte Rätsel-Visionen und
lachte, wenn man hörte, daß sie die Kunst aller
Zeiten ersetzen wollten.

Es gab Leute, die sahen in diesen Erscheinungen
künstlerisches Unvermögen, das sich
dummdreist spreizt, — andere hielten sie für

10


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_42_1920/0024