Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 42. Band.1920
Seite: 41
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ARCH. E. ECKENSTEIN □ DAS SINGERHAUS IN BASEL: BLICK
VOM ERSTEN STOCK AUF MARKTPLATZ UND RATHAUS □

DAS SINGERHAUS IN BASEL

Den Abschluß des Basler Marktplatzes in
seiner Nordwestecke bildet heute das Singerhaus
. Es ist eines der bekanntesten Cafes der
Schweiz. Im Sommer 1915 ist es in Angriff genommen
und im Herbst 1916 vollendet worden.
Am Bau sind verschiedene Namen beteiligt: die
ersten Projekte entstammen dem Architekturbureau
Linder in Basel. Im Frühjahr 1914 führte
eine Studienreise den Bauherrn Chr. Singer-
Kauff mann und den Architekten Ernst Eckenstein,
der damals noch bei Architekt Linder tätig war,
in die größeren deutschen Städte. Sie lieferte die
Grundlagen für die Gestaltung des heutigen
Singerhauses im Innern und Äußern. Der Gedanke
eines Cafes im ersten Stock und der Zusammenziehung
zweier Stockwerke zu einem
einzigen großen Cafe-Tee-Raum stammt aus
Berlin. Ende 1914 trat das Architekturbureau
Linder von der Aufgabe zurück, und der Bau
wurde Anfang 1915 von Architekt Ernst Eckenstein
in Verbindung mit Architekt Emil Bercher

unter der Firma Eckenstein & Bercher übernommen
. Als sich dann in der Folge die beiden
Architekten trennten, führte Architekt Ernst
Eckenstein den Auftrag zu Ende, nachdem er
für die Farbgebung der Innenausstattung den
Maler Georg Kaufmann (Basel-Berlin) beigezogen
hatte. Im Herbst 1916 konnte der Bau
dem Betrieb übergeben werden.

In der Gestaltung der Fassaden ließen sich
die Architekten bestimmen durch das dem Singerhaus
gegenüberliegende Stadthaus. Es ist
einer der vielen alten Basler Bauten, die, im
18. und zu Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet
, heute eine Zierde der alten Patrizierstadt
bilden. Früher ein Posthaus, ist es im
Jahre 1770 nach den Plänen von Samuel Weren-
fels erneuert worden, und im Jahre 1803 fiel
es der Stadt zu. Die Architekten haben den
schönen Bau einmal dadurch zur Geltung gebracht
, daß sie die ganze, dem Marktplatz zugekehrte
Stadthausgaßfassade vom ersten Stock

Dekorative Kunst. XXIII. 2. November 1919

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