Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 42. Band.1920
Seite: 42
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GRUNDRISZ DES CAFe-TEE-RAUMS IM I. STOCK

GRUNDRISZ DER GALERIE IM II. STOCK

GRUNDRISZ DER PRIVATWOHNUNG IM III. STOCK

weg zurückgesetzt haben, und so ist
das Stadthaus vom Marktplatz aus
besser sichtbar und wird nicht vom
Singerhaus erdrückt. Besonders aber
in der Pilasterarchitektur, die den ersten
und zweiten Stock zu einer Einheit
zusammenfaßt und in den Linien
der Dachform haben sie auf das Stadthaus
Rücksicht genommen. Auch in
der Farbe des Steinmaterials — Oth-
marsinger Muschelsandstein, ein Naturstein
von eigenartig warmer Tönung
— und der Farbe des Daches paßt sich
das Singerhaus seinem Nachbar gut an.
Ein hohes Parterre charakterisiert das
Gebäude. Die Schaufenster sind in
mittleren Proportionen gehalten, wie
sie Feinbäckerei und Konditorei benötigen
. Starke Pfeiler ruhen dazwischen
, die Pfeiler so, daß sie den Aufbau
der übrigen Stockwerke auch fürs
Auge zu tragen vermögen. Straffe
Konsolen tragen die Terrasse, ein einfaches
, schmiedeeisernes Geländer, das
jede unruhige Wirkung vermeidet,
faßt das Ganze zusammen. Die Terrasse
ist an der Marktgasse schmal,
aber immerhin noch zum Aufstellen
von kleinen Tischchen berechnet, an
der Stadthausgasse und an der Ecke
gegen den Marktplatz zu ist sie breiter
. Zwischen den Pilastern, die die
innere Zusammengehörigkeit vom ersten
und zweiten Stock nach außen
kennzeichnen, liegen die hohen Fenster
des ersten Stockes und die niedrigeren
des Galeriestockes. Die Konsolen
im Erdgeschoß, die Eingangstüren
, die Füllungen zwischen den
Fenstern des ersten und zweiten
Stockwerkes, die Pilasterkapitelle und
die Mauerflächen zwischen den Fenstern
des dritten Stockes tragen reichen
ornamentalen und figürlichen
Schmuck. Die Reliefs sind nach Entwürfen
von Bildhauer J. Brühlmann
in Stuttgart ausgeführt worden.

Die Fassade ist also nach dem
denkbar einfachsten Prinzip gestaltet
worden: eine Basis, gebildet durch
das Erdgeschoß, durch das Balkongeländer
zusammengehalten, senkrechte
tragende Glieder, gebildet durch die
auf der Basis ruhenden Pflaster, die
die obere Last aufnehmen und durch
den als breites Band durchgehenden
dritten Stock verbunden werden; der
letztere, zusammen mit dem durch

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