http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_42_1920/0069
Wirkung erzeugende Maschine steht in Verbindung
mit einem Filterkessel und dieser mit einem
bis zum Dachstock führenden Rohrnetze mit
Wandanschlüssen in allen Stockwerken. Durch
Schläuche mit entsprechenden Mundstücken
(wobei die Schläuche an Wanddosen angeschlossen
sind) wird der Staub in den Filterkessel
des Kellers gesogen und von dort durch
die Kanalisation abgespült. Auf die sanitären
Installationen wurde überhaupt viel Sorgfalt
verwendet, so auf Kanalisation, Abflußleitungen,
Ventilation, Kaltwasserhochdruck- und Niederdruckleitungen
, Warmwasserleitungen. Für die
Zentralheizungs- und Lüftungsanlage wurden
verschiedene Gruppen gewählt, wovon jede im
Kessellokal für sich absperrbar und entleerbar
ist: i. eine Niederdruckwarmwasserheizungsanlage
mit örtlich eingebauter Heizfläche für die
Geschäftsräume und Wohnungen ; 2. die Warmwasserbereitung
mit zwei getrennten Wärmespeichern
, d. h. Warmwasserboilern ; davon dient
einer mit hoher Wassertemperatur Küchenzwecken
, der andere den vielen Toiletteanlagen;
3. Heizkammer für die Lüftungsanlage im Tee-
Raum; 4. Heizkammer für die Lüftungsanlage
im Automatenrestaurant. Der gesamte stündliche
Wärmebedarf beträgt ca. 225000 Kai. und
wird durch eine Kesselheizfläche von 30 qm
gedeckt. Die Kesselanlage ist natürlich auch
im Keller untergebracht. Alle Heizkörperanschlüsse
wurden im Hinblick auf die vornehme
Innenausstattung in Mauernischen und Schlitze
verlegt. Automatenrestaurant und Tee-Raum
haben getrennt für sich je eine Pulsions- und
Aspirationslüftung, die die frische Luft von
außen nimmt und mittelst Ventilator durch
Kanäle den Räumen zuführt. Die schlechte,
verbrauchte Luft wird durch andere Kanäle
aus den Räumen abgesogen und ins Freie gedrückt
. Um Zugerscheinungen bei kalter Witterung
zu vermeiden, wird die Luft in eigens
dazu erstellten Heizkammern auf die Raumtemperatur
erwärmt. Automatische Temperaturregelung
der Luftwärmer dieser Heizkammern
verhindert Überhitzung. Luftfilter garantieren
nur reine Luft. Die Eintrittsöffnungen der frischen
Luft und die Austrittsöffnungen der verbrauchten
Luft passen sich der Innenarchitek-
ARCH. E. ECKEN STEIN-BAS EL
DAS SINGERHAUS IN BASEL: BLICK IN DIE
KOJEN IM ERSTEN UND ZWISCHENSTOCK
50
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_42_1920/0069