Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 42. Band.1920
Seite: 51
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ARCH. E. ECKENSTEIN-BASEL

DAS SINGERHAUS IN BASEL: FENSTERECKE IM GALERIESTOCK

tur an und sind hauptsächlich in Deckenrosetten
und Gesimse eingebaut.

Das Parterre umfaßt zwei große Räume: den
Konfiserie-Laden als Verkaufsraum und das
Automatenrestaurant. Da infolge der Kriegsverhältnisse
die Automaten nicht geliefert werden
konnten, ist dieser Raum als Weinstube
mit Restauration eingerichtet worden. Im ersten
und zweiten Stock befindet sich als einheitliches
Raumgebilde der Cafe-Tee-Raum. Er teilt sich
in das eigentliche Cafe im ersten Stock und in
den Tee-Raum im Galeriestock. Eine zweiteilige
innere Treppe verbindet diese beiden
Teile; von dieser aus zugänglich liegen die den
neuzeitlichen sanitären Anforderungen entsprechenden
, außerordentlich komfortabel ausgestatteten
Toilettenräume. Marktgasse und
Stadthausgasse bilden zusammen einen spitzen
Winkel; darin lag für die Formgebung des
Hauptraumes einerseits eine Schwierigkeit, der
durch Anordnung von Kojen in allen Stockwerken
begegnet werden mußte. Andererseits
ergaben sich in Form dieser Kojen lauschige
Winkel für die Besucher. Die Zwischenstockkojen
sind durch eine separate Treppe zugänglich
, unter der sich auch eine Telephonkabine

befindet. Im ersten Stock enthält die letzte
Koje gegen den Marktplatz hin einen Ausgang
nach der Terrasse, ein weiterer Ausgang liegt
beim Serviceeingang neben dem Büfett. Das
Büfett selbst dient weniger dem direkten Verkauf
als vielmehr Ausstellungszwecken. Hieran
schließt sich ein Raum als zentrale Kontrollstelle
. Hier sind die Telephon-, Lichtsignal-,
Rohrpost- und Läutanlagen untergebracht.
Die Anlage der Galerie, der große Decken-
durchbruch im zweiten Stock und die Forderung
, in den Obergeschossen nirgends Unterzüge
zuzulassen, verlangten von der Bauleitung
ganz besondere Maßnahmen. So befindet sich
nun die Haupttragkonstruktion für alle über
dem ersten Stock befindlichen Decken im dritten
Stockwerk, wo zwischen Wohn- und Speisezimmer
ein die ganze Höhe des dritten Stockes
einnehmender eiserner Fachwerkträger angeordnet
wurde, der seine Auflage einerseits auf dem
Mittelpfeiler der Gebäudelangseite, andererseits
auf der nachbarlichen Scheidemauer hat. Dieser
Träger nimmt an seinem mit der Decke über
Galerie bündigen Untergurt die Bodenkonstruktion
des dritten Stockwerkes auf, in welch
letzterem sich zwölf Stück Aufhängungen für

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