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ARCH. E. ECK EN STEIN-B AS EL
die Tee-Raum-Galerie befinden. Der Obergurt
des genannten Gitterträgers nimmt die über
dem dritten Stockwerk befindlichen Deckenlasten
auf. Zwischen den Haupt- und Nebenräumen
befindet sich eine eiserne, vom ersten
bis zum dritten Stock durchgehende „Steife
Wand", welche, wie auch alle übrigen eisernen
Konstruktionsteile, mit leicht armierter Betonumhüllung
feuersicher verkleidet wurde. Die
Berechnung und Bearbeitung der umfangreichen
Eisen- und Betonkonstruktionen war dem
Ingenieurbüro H. Binder-Friedrich in Basel
übertragen worden. — Der dritte Stock enthält
die Wohnräume des Bauherrn mit Möbeln
von Architekt Ernst Eckenstein; im Dachstock
ist ebenfalls eine ganze Wohnung, im zweiten
Dachstock eine Anzahl hübscher Personalzimmer
untergebracht.
Was nun die Ausstattung der Räume anbetrifft
, so muß vor allem die Gediegenheit und
Echtheit des Materials betont werden. Der
Boden des Verkaufsladens ist mit Platten-Kleinmosaik
belegt; das Holzwerk ist Eichen, dun-
DAS SINGERHAUS IN BASEL: SPEISEZIMMER
kel gebeizt, mit weißen Pilastern. Der Marmor
der Schaufenster und der Ladentische ist
griechischer Cipollin. Im Laden galt es, die
praktischen Bedürfnisse des Kaufmannes mit den
ästhetischen Anforderungen des Architekten in
Einklang zu bringen: verständnisvolle Zusammenarbeit
hat das zustande gebracht.
Der Akzent ist natürlich auf den Hauptraum
des Gebäudes, das Cafe und den Tee-Raum,
gelegt: es ist ein festlicher Saal mit Galerie.
Tagsüber flutet das Licht durch die hohen
Fenster herein, abends spendet ein prunkvoller
Leuchter hellen Glanz, und rings daneben und
auf der Galerie, in den Kojen und Nischen
funkeln außerdem noch niedliche Ampeln. Der
Raum ist tagsüber sowohl als auch am Abend
von einer wundervollen Farbigkeit. Vom Elfenbeinton
des Holzwerks über das freudige Gelb
der Wände bis zur Aprikosenfarbe der Lampenschirme
, vom Grünspan der Marmorplatten
bis zum Königsblau der Stuhlbezüge und dem
Violettrot der Vorhänge und Teppiche eine
einzig schöne, zart und diskret abgestimmte
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