Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 42. Band.1920
Seite: 98
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ARCH. J. POHL-BREMEN

SOMMERHAUS IN ZWIESEL (SÄCHS. SCHWEIZ). GESAMTANLAGE

EIN SOMMERHAUS IN DER SÄCHSISCHEN SCHWEIZ

Auf einem Bergabhang nächst Zwiesel bei
*~\ Gottleuba in der Sächsischen Schweiz liegt
das schmucke, bei aller Anspruchslosigkeit ungemein
geschmackvolle Sommerhaus, das der
Bremenser Architekt Johannes Pohl kurz vor
Kriegsbeginn für einen Dresdener Industriellen
erbaute. Die Fassade ist nach Südwesten hin
gelagert; von der Terrasse aus schweift der
Blick über das Flußtal nach dem gegenüberliegenden
Höhenzug. Ein schmucker Garten
breitet sich um den liebenswerten Besitz, zu
dem außer dem Wohnhaus kleine Nebengebäude
für die Garage und Kleinviehstallung gehören.
In ihrem Äußeren architektonisch und farbig
gegliedert und bewegt, setzen sich die Gebäude
vor dem reich schattierten Grün der stattlichen
Nadel- und Laubbäume kräftig ab. Die farbige
Wirkung des Hauptgebäudes wird im wesentlichen
von dem Material bestimmt. Im Unter-
und Erdgeschoß ist Sandstein, wie er an Ort

und Stelle bricht, verwandt, im ersten Geschoß
ist Terranova-Verputz angewendet, das Dachgeschoß
ist, wie die Terrassenbrüstung, mit
Pitch-Pine verschalt, das naturlackiert ist; das
Dach wurde mit dunklen Biberschwänzen eingedeckt
. Freundlich und hell ist der Anstrich
der Läden an den Fenstern, die zu ergiebigen
Lichtquellen ausgestaltet wurden.

Freundlich anspruchslose Räume birgt das
Innere; nirgends ist Prunk und Luxus, überall
ein hohes Maß von Behaglichkeit und jener
erwünschte Zug ins Dekorative, der aufhellt
und freudig stimmt, dabei aber jeden Über-
Individualismus ausschaltet und sich auf angenehme
Neutralität einzustellen weiß. Das gilt
besonders auch für die Möbel, die in der Wohndiele
glücklich mit der Wandtäfelung zusammengebaut
sind, in ihren Formen zweckschön, ganz
auf die ästhetischen Möglichkeiten des Materials
berechnet.

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