Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 42. Band.1920
Seite: 115
(PDF, 108 MB)
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unbeeinflußt von Größe und Maß des darunter
befindlichen konstruktiven Gerippes, und den
die Gefache füllenden Platten oder Blöcken
oder sonstigen der Schichtung der Mauern dienenden
Bauelementen. Wenn nicht das Gerippe
als solches so hervortritt, daß auch im
Putz sich notwendig senkrechte oder wagerechte
Teilungen —- Lisenen, Pflaster, Gesimse,
Bänder — ergeben. Von Belang wird die
Frage, wenn, was schon aus den dringend gebotenen
Ersparnisgründen gefordert werden
muß, die Baustoffe auch ohne Verputz die an
die Außenwand des Hauses zu stellenden Bedingungen
erfüllen und alsdann unverhüllt dem
Auge einen befriedigenden Anblick bieten sollen
. Die Forderung, die an Material und Bauweise
in künstleri-
scherBeziehungzu
stellen ist, bezieht
sich auf Struktur
undFarbe des Stoffes
, auf Größe und
Form der Elemente
, auf Linienführung
und Verhältnis
der eigentlichen
Konstruktionsteile
zum Füllwerk.
Wenn auch die architektonische
Gestalt
eines Bauwerks
in erster
Reihe nicht durch
sie, sondern durch
Umriß und kubische
Form, durch
Verteilung der
Massen und das
Verhältnis von
Wandfläche zu

Wandöffnungen,
von Dach zu Mauer
, vor allem durch
den Gesamtausdruck
, das Gesicht
des Baues als
raumumschließendes
Gebilde gelöst
wird, so sind diese
mehr äußerlichen

Charakteristiken
künstlerisch doch
von nicht geringer
Bedeutung.

Die Anwendung
der Ersatzbaustoffe
wird sich in
der gegenwärtigen

arch. p. thimister

Zeit der Wohnungsnot vor allem auf den Wohnhaus
-, insonderheit den Kleinhausbau beschränken
, also Bauten von verhältnismäßig geringem
kubischen Inhalt und kleinen Wandflächen. Auf
diese Ausmaße muß bei der Bemessung der Größenverhältnisse
der Platten, Blöcke und Steine
Rücksicht genommen werden, da bei zu großen
Formaten ein falscher Maßstab in das Mauerwerk
hineingebracht wird, der der Kleinhauswand
leicht ein zu monumentales Aussehen
verleiht. Da aber gerade die Großkörperlichkeit
der Bauelemente aus Arbeits- und danach
Geldersparnisrücksichten ein wesentlicher Vorteil
der neuen Spar- und Schnellbauweisen ist,
wird ein Ausgleich zwischen technischem Vorzug
und künstlerischem Nachteil nicht leicht herbeizuführen
sein.
Hier wird genauestes
Abwägen der
Größenverhältnisse
von Wandflächen
und -Öffnungen
zu den Plattengrößen
unter Beibehaltung
der bauwirtschaftlich
günstigen
Eigenschaften
zu Ausmaßen
führen können,wie
sie etwa die Be-
chersche Bauweise
der Firma Czarni-
kow besitzt, falls
nicht Methoden
ersonnen werden,
die mittels neuer
Werkzeuge und
anderer Arbeitsweisen
die technischen
Vorteile
der großförmigen
Blöcke und Platten
durch gleichzeitige
Vermauerung einer
größeren Zahl
Steine von Ziegelgröße
, am besten
wohl im Klosterformat
, mit der
günstigen maßstäblichen
Wirkung
kleinerer
Steine und zahlreicher
Fugen verbinden
. Auch die
Form der Bauele-
haus gerstel: vitrine mente wird für den

im empfangszimmer s (Schluß s. s. 125)

115


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