Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 42. Band.1920
Seite: 150
(PDF, 108 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_42_1920/0178
der eigentliche Schmuck nur vorsichtiges Betonen
. Der Hauptreiz liegt im schönen, gut
ausgenützten Material. Schön polierte und gebogene
Flächen, das Zusammenwirken verschiedener
Hölzer, in Farbe und Oberflächenbehandlung
einander hebend (blankes Mahagoni mit
mattgeschliffenem Makassar-Ebenholz z. B.), das
sind die Mittel. Ist Schnitzerei angewandt, so
ist sie milde abgeschliffen und weich. So bei
dem Eßzimmer (S. 142), Mahagoni mit Schwarz
und schwarzen Lederstühlen. Die schöne Wirkung
kommt besonders bei der Türwand des Eßzimmers
zur Geltung. Oder im Herrenzimmer
(S. 139), das in schwarzgrauer Mooreiche vornehm

und ernst wirkt, durch sandfarbene Flüschvor-
hänge und einen blauroten, graulich schimmernden
Kamin gehoben. Die Möbel auf S. 145 unten
sind in ihrem kaukasischen Nußbaummaserholz
besonders schön und anheimelnd. Mit Stücken
wie diesem schönen Eckschrank oder dem
Schreibsekretär würden alte Sachen von Qualität
ohne weiteres zusammengehen; das beste
Lob, das man aussprechen kann.

Im folgenden erscheint der einfachere Hausrat
, der ja eine Notwendigkeit geworden ist.
Schon 1910 hat Heidrich einfache aber gediegene
Wohnungen entworfen, die noch mit Ehren
bestehen können, damals als auch in Berlin die

MAX HEIDRICH

SCHLAFZIMMER. OBEN: EICHE; UNTEN: TANNE, GEÄTZT
Ausführune: Werkstätten Bernard Stadler, Paderborn

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