Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 42. Band.1920
Seite: 330
(PDF, 108 MB)
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BRUNO PAUL-BERLIN KOMMODE
Ausführung: Deutsche Werkstätten A.-G., Hellerau und München

oder anspruchsvoll war, hat das Ausland oft eher
empfunden als wir — und, laut oder leise, abgelehnt
. Die Klärung zu erleben, war für die
Teilnehmenden eine stets sich erneuernde Freude.
Wir sahen die befruchtenden Wasser in das derbe
Ackerland des Handwerks hineinsickern, sahen
sie die trockene Geschäftigkeit der Industrie
umspülen. Nach und nach fielen die wirtschaftlichen
Hemmungen. Deutscher Hausrat, dem

Arbeiter und dem kleinen Bürger vertraut, begann
sich in gesunder Sachlichkeit zu dehnen
und zu lagern. Gewebe und Spielzeug, Porzellan
und Schmiedeeisen, Tafelschmuck und schöne
Bücher wanderten über die Grenze, und das„Made
in Germany" wurde das vielbeneidete Stigma ihres
guten Geschmacks. Man lernte unterscheiden
und die germanische Kultur, die in der Hand
des deutschen Professors sonst ein seltsames,

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