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BRUNO PAUL-BERLIN BÜCHERSCHRANK AUS DEM AUF S. 333 ABGEBILD. HERRENZIMMER
Ausführung: Deutsche Werkstätten A.-G., Hellerau und München
bein, Perlmutter und Edelmetall das spiegelnde
Schwarz der Flächen durchsprengte, und der
breiten Architektonik, dem nordischen Selbstbewußtsein
des Hamburger Führers. Schon
auf der Dresdner Kunstausstellung 1899 und
im gleichen Jahre bei dem Wettbewerb um eine
Arbeiterwohnung der Ausstellung für Haus
und Herd hatte das junge Unternehmen bewiesen
, wie ernst es ihm mit seinem Eintreten
in die neue Front der Revolutionäre unserer
Umwelt war. In diesen Blättern ist das Schaffen
der Werkstätten, die dann in Hellerau ein neues
Heim fanden, mit größter Aufmerksamkeit
beobachtet worden. Was sie in Brüssel und
St. Louis, in München und immer wieder in
Dresden selbst brachten, ließ die unermüdliche
Arbeit, den höchst persönlichen Drang nach
werklicher und kultureller Organisation spüren,
der in dem Kopf und den Gliedern des mächtig
sich ausweitenden Großbetriebes lebendig ist.
Seit einem Jahre haben die Werkstätten sich
im Mittelpunkte der sächsischen Hauptstadt
ein Ausstellungshaus von würdigster Erscheinung
geschaffen. Ein älteres Geschäfts- und Wohnhaus
wurde von Richard Riemerschmid, der ja
seit vielen Jahren einer der künstlerischen Leiter
der Fabrik ist, durchaus umgebaut, und bietet
nun, neben umfangreichen Verkaufsräumen,
eine Anzahl fertiger, in sich abgeschlossener
Wohnräume. Was noch im Kriege und während
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