Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 43. Band.1921
Seite: 208
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MAX LI EBERMANN

AUS „54 STEINDRUCKE ZU KLEINEN
SCHRIFTEN VON H. VON KLEIST" a

ihre Schranken haben. Er selbst, als er von De-
gas schrieb, hat über den Umschlag der Generationen
, ja über ihre Unversöhnlichkeit gescheite
Worte gesagt. Im übrigen muß er wissen, er
vor vielen, daß endlich doch nur das Gemeinsame
, das Perennierende aller Kunst entscheidet
: die Spannung, das Organische, die Aufregung
der Phantasie — drei, die über allen
evolutionären und gegenständlichen Gegensätzen

(oder Schlacken) alle wesentliche Kunst gegenwärtig
und lebendig halten. Die neuen Generationen
aber haben an ihm die schneidende
Parabel einer Kunst, die sicher weiß, daß Kunst
ein Wirkliches haben müsse — welches brennende
Wirkliche es nun auch sein möge —
und daß alles darauf ankomme, mit dem erlebten
Wirklichen ganz genau und ganz radikal
zu sein. Wilhelm Hausenstein

MAX LIEBERMANN AUS „54 STEINDRUCKE ZU KLEINEN

SCHRIFTEN VON H. VON KLEIST" 0

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