Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 45. Band.1922
Seite: 62
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ARNOLD BÖCKLIN

PAOLO UND FRANCESCA

wenig gekannten Dantezeichnungen (ca. 140 Blatt).
Von dem Hang zum Formalen und der Neigung
zur phantastischen Mystik, mit der die Liebe der
philosophierenden und literarisierenden Romantiker
sich Dante und seiner Dichtung näherten,
wußte der Spekulationen nicht abgeneigte Sinn
J. A. Kochs sich jedoch nur eine kurze Strecke

eins, — wenn er die christliche Allegorie der
Dichtung ein Thema nennt, „für die grandioseste
Kunstdarstellung gemacht". Nicht mit
Spekulation und Raisonnement ist der Tiroler
Bauernsohn jenen Welten zu Leibe gegangen,
sondern mit dem ihm eigensten Temperament,
das auch seinen Gebirgsbächen elementare Kraft

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