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TH. VON GOSEN
GLOCKENMODELL
(Abb. S. 72), die, ganz in die Fläche gebannt,
einen dekorativen Abschluß des geschmackvollen
Sockels bildet.
Von seinen früheren Werken her — aus
denen man sich immer gern der schönen Kanzelfiguren
der Breslauer Johanneskirche und der
feinen, eleganten Bronzen des Geigers und des
sitzenden Heine erinnert — führt keine starke
Entwicklungslinie. Aber es ist das Vorrecht
vornehm harmonischer Naturen, sie selber bleiben
zu können, ohne an Reiz zu verlieren.
Franz Landsberger
NEUE KUNSTLITERATUR
Indische Baukunst von Emanuel LaRoche
mit Geleitwort von HeinrichWölfflin und Literaturverzeichnis
von Emil Gratzl. 3 Bände 45X32,
3 Bände 64 x45. Etwa 250 Seiten Text, 555 Abbildungen
, 125 Tafeln, 40 Doppeltafeln, wovon 15 Tafeln in
Farben. Band I und II: Tempel, Holzbau und
Kunstgewerbe. Band III und IV: Moscheen und
Grabmäler. Band V und VI: Stalaktiten, Paläste und
Gärten. 6 Halbpergamentbände. Preis 200 Dollars.
München, F. Bruckmann A.-G.
„Aller Augen sind heute nach dem Osten gerichtet
. Ein Werk über indische Architektur bedarf
darum keiner empfehlenden Einführung. Die
Veröffentlichung trifft mit einem Zeitverlangen
zusammen", sagt Heinrich Wölfflin in seinem Geleitwort
.
Vom 3. vorchristlichen Jahrhundert bis zur
Gegenwart dehnt sich die Entwicklung der indischen
Baukunst, am unberührtesten in Südindien.
Hier haben wir das Schulbeispiel einer Kunst vor
uns, die sich gleich einer Pflanzen- oder Tierart
langsam und durchgehend weiterentwickelt hat
bis zu dem Grade, daß man die nichtdatierten Bauten
neben die geschichtlich feststehenden ohne weiteres
einreihen kann. Ebenso merkwürdig ist ein Zweites:
Hinter dem erhaltenen Steinbau liegt ein Zeitalter
des Holzbaues. Als holzreiches Land hatte Indien
naturgemäß den Holzbau zur eigenen bodenständigen
Baukunst entwickelt und ihn in der Folge
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