Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 45. Band.1922
Seite: 294
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CARL ANTON REICHEL NINA ALS KOLOMBINE (RADIERUNG)

Chahine erinnert, Helleu kommt ihm mitunter
nahe, aber nur Helleu, der den Schick vergißt.

Und dann sind schon 1914 entstanden die
Gestalten der schwebenden russischen Tänzerinnen
, zu den allerbesten und in Qualität
höchsten Leistungen gehörend. Das Suggestive
dieser feinen spritzenden Sinnlichkeit, das
Nervenaufpeitschende dieser Tanzposen, das
Kokett-Seltsame, das Reizvoll-Exotische, das
Rassig-Unmittelbare, das Vital-Feurige, das Ge-
löst-Aufgelockerte, das Nervös-Akzentuierte, das
Languissant-Ausklingende, all das ist mit einer
vollendeten Kunst gegeben. Wir haben in jenem
ersten Jahrzehnt nach der Wiederentdeckung
des Tanzes als großer Kunst — vielleicht der

bedeutsamsten Bereicherung unserer Maßstäbe,
der stärksten unserer Sensationen — eine
stattliche Zahl von künstlerischen Versuchen
erlebt, die Musik des Tanzes festzuhalten
auch über Maurice Denis und Ludwig von
Hofmanns Übersetzungen ins Mythologische
hinaus, und jenseits der alten Bravour von Degas.
Das russische Ballett hat die in Paris entstandenen
Pastelle von Arthur Grunenberg
und die Aquarelle von Rene Bull, die Lithographien
von Ludwig Kainer, die Holzschnitte
von Carl Weidemeyer, die Radierungen von
Ernst Stern und Ernst Oppler hervorgerufen.
Wie vielen hat der sterbende Schwan der Anna
Pawlowa in jenen Jahren eine wundervolle,

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