http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_45_1922/0377
KÖLNISCHER MEISTER UM 1320 BÜSTE EINER HEILIGEN
(Neuerwerbung)
zarte Fleischfarbe mit den kräftig roten Wangen
und Lippen, das weiche Blau des Mantels und
der mit Silberornamenten belegte braune Bolus
des ehemals goldenen Gewandes. Eine Wand
schmückt der Baldachinaltar aus der Kirche zu
Trautskirchen mit einer schönen Mutter Gottes
im Strahlenkranz; das Gegenüber bildet die
große, spätgotische, sitzende Nürnberger Mutter
Gottes auf der Mondsichel (Abb. S. 323).
Im Weitergehen kommt man an dem schönen
Temperabild der Auffindung Mosis von Lukas
van Leyden, an den Porträts und den allegorischen
Darstellungen Cranachs und seines Kreises
vorbei. Dann kommen wieder Räume, die der
Plastik gewidmet sind. Die deutschen Bronzebildwerke
des Museums, hauptsächlich Nürnberger
Arbeiten aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts
, mit Peter Vischer und seiner Schule
an der Spitze, füllen ein mit kostbaren alten
Möbeln und Gobelins dekoriertes Kabinett. Kleinplastik
in Holz, darunter das Modell zu der Kreuzigungsgruppe
auf der Bamberger Rathausbrücke
von Heinrich Mutschelle, Elfenbeinplastik, Eisenschnitte
, Reliefs in Wachs und Solenhofer
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