Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 45. Band.1922
Seite: 366
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LUDWIG HABICH

KNIENDER JÜNGLING MIT SCHILD UND SCHWERT
m GRABDENKMAL FÜR EINEN GEFALLENEN □

durch alle diese Auseinandersetzungen zieht sich
wie ein roter Faden hindurch das Verhältnis
des deutschen Bildhauers zur Antike." Neuerstandene
, hellenistische Strömungen drangen
damals gerade in die Schaffenssphäre der Besten
ein. Auch Ludwig Habich wurde davon ergriffen.
Man erkennt sie in seiner Stellung zur Natur,
in der Art wie er ihr jetzt gegenübersteht, in
seinen neueren Tierplastiken, in seinen Porträts
und vor allem in seiner Auffassung vom Denkmal
. Habich legt sich darin nicht in landläufiger
Weise fest: allein die Porträtfigur als Ausdruck
geistigen Lebens zu erfassen, sondern er stellt bei
solchen Aufgaben gern die Idee über die vergängliche
Gestalt, das Generelle über das Individuelle.
Ein typisches Beispiel dafür gibt das Darmstädter
Goethedenkmal mit der Gestalt eines Epheben
und einem Porträtmedaillon des Gefeierten.

Auch der schöne Tempel mit der Jünglingsfigur
, die einen Efeukranz im Haar trägt, hat
symbolische Bedeutung.

Bezeichnend für Habich ist, daß er mit Vorliebe
dieses alte, ewig junge Motiv, die Jünglingsgestalt
in immer wieder anderer Abart gestaltet.
Es liegt natürlich nahe, dabei an antike Statuen
zu denken. Aber es lebt doch etwas anderes
darin. Es weht eine andere Luft und Stimmung
um Habichs Jünglinge als um die der antiken

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