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HEIZKÖRPERTÜR, ZWEIFLÜGELIG
(EISEN) B
ENTWURF: ARCH. HERM. PAULICK, DRESDEN
AUSFÜHRUNG: MAX GROSSMANN, DRESDEN
Karow, Otto. „Die Architektur als Raumkunst
." Geh. M. 32.—, geb. M. 36.—, Berlin 1921,
Wilhelm Ernst & Sohn.
Der Verfasser hat es sich zur Aufgabe gemacht,
den Problemen des Wesens der Architektur nachzugehen
und zu versuchen, sie klarzulegen. Er
sieht dieses Wesen ganz unabhängig vom sogenannten
Stil, teils im Sinne der Plastik, teils als
Raumbildung, teils auch in einer Verbindung
beider. Darin kann man ihm folgen, wenn er unter
Plastik Massenverteilung und -gruppierung und
den Raumgedanken über den Innenraum hinaus
auch auf den Luftraum zwischen den Gebäudewandungen
anwendet. Aber seine Gedankengänge
sind, worauf er in richtigem Empfinden zum
Schlüsse selbst kurz eingeht, zu verstandesmäßig
und seine Äußerungen gegen diese von ihm erwarteten
Einwände können diesen Eindruck nicht
abschwächen. Es ist nicht möglich, Baukunst wie
jede wirkliche Kunst rein vernunftgemäß zu erfassen
, man kann nicht Raumschöpfungen, gleich
welcher Zeit und Richtung, lediglich als Ausfluß
materiellen und ingeniösen Denkens betrachten.
Erst darüber hinaus liegt im Formwerden geistiger
und gefühlmäßiger Werte die gewaltige
Größe wahrhaft bedeutender Architekturschöpfungen
. Das Eingehen hierauf vermißt man in
dem ganzen Buch und selbst manche guten Bemerkungen
über Einzelheiten des baukünstlerischen
Schaffens können über diesen Mangel nicht
hinweghelfen. Dazu trägt auch das durchaus
nicht immer beweiskräftige und gut gewählte
Abbildungsmaterial bei. Die Geschichte der Baukunst
liefert gerade für die vorliegenden Probleme
genügend Beispiele, die der Klarlegung
des Gewollten weit mehr hätten dienen und die
Gedankengänge anschaulicher hätten erläutern
können. w
Dekorative Kunst. XXV. 3. Dezember 1921.
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