http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_46_1922/0171
HEINRICH TESSENOW-HELLERAU SCHREIBSCHRANK UND STUHL
„Hausrat", G.m.b.H., Berlin-Schöneberg
KLEINHAUSMÖBEL
Die dringend notwendige Sparsamkeit zwingt
dazu, die Räume im Kleinhaus auf die
Mindestmaße an Grundfläche und Höhe zu
beschränken. Für die Bewohner ergibt sich
daraus leicht die Schwierigkeit der Unterbringung
ihrer Möbel, zumal wenn diese aus Großhausverhältnissen
stammen. Bei ihnen wird die
oft wenig erfreuliche Unstimmigkeit der schweren
hohen Schränke und Büfetts oder der
massiven Sofas zu den kleinen Räumen nicht
zu umgehen sein. Selbstverständlich aber sollte
die Einheitlichkeit von Zimmer und Ausstattung
in den Größenverhältnissen und der sonstigen
Ausbildung erzielt werden, wenn vorhandenes
Mobiliar diesem Streben nicht entgegensteht,
sondern ein neugegründeter Haushalt im Kleinhaus
sich erst einrichten will. Hier ist es durchaus
möglich, die Ausmaße von Möbeln und
Zimmer in Einklang zu bringen und trotzdem
alle Erfordernisse zu erfüllen, die an Bequemlichkeit
und Brauchbarkeit der einzelnen Gegenstände
zu stellen sind. Den Beweis hierfür
suchte eine Ausstellung „Kunst und Haus" zu
bringen, die die Hausratsgesellschaft zu Berlin
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