Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 47. Band.1923
Seite: 152
(PDF, 72 MB)
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heit groß zu sein, eine Vorbereitungs- und
Prüfezeit für Zukünftiges.

Der Impressionismus schützt nicht vor Abklatsch
und Manier; die Formen der Neuromantik
waren allzu spielerisch.

Unter einem heutigen oder künftigen Willen
zur Konzentration, zu gesteigertem Ausdruck,
reinem Erleben der Farben, Linien, Rhythmen,
unter der Sehnsucht nach dem „Absoluten", den
Hintergründen der Dinge und ihrer letzten

Wirklichkeit, mag' auch Meister Kanoldt berufen
sein zur Wiederauferstehung, zu fruchtbarer
Anknüpfung an die zukunfttragende Generation
, die seinen Kunstwillen wiederaufzunehmen
und weiterzuführen sich gedrungen
fühlt, in geänderter Form zwar — geänderten
Lebensgefühls —, aber doch in sympathischer
Vertrautheit mit Wesen und Wollen des Älteren,
wie Keime, die nach vielen Wintern zur Reife
gelangen. Hans Braun

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