Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 48. Band.1923
Seite: 263
(PDF, 54 MB)
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ARCH. EMIL MEWES-KÖLN

UMBAU DES HAUSES NORBERTSTR. 15 IN EIN VERWALTUNGSGEBÄUDE
DES ARBEITGEBERVERBANDES DER METALLINDUSTRIE, KÖLN o

DER NEUE DAMPFER „MÜNCHENDES
NORDDEUTSCHEN LLOYD

Will man in unserem Zeitalter der Reparationen
und der Markentwertung irgendwo
ein Stück Deutschtum unter freudig-zukunfthaften
Auspizien sehen, ein Losringen frischer
Kraft, aufschwungstarker Kultur und hoher
Kunst aus den Fesseln schon glücklich zum
Gestern gewordener Tributpflicht miterleben,
dann lenkt man wohl am besten seinen Schritt
nach der Landschaft an der „Waterkant": hier,
wo sich eigenwillige deutsche Art beständig
mit der weiten Welt auseinanderzusetzen Gelegenheit
hat, wo es gilt, deutsche Kultur wir-
kungs- und werbekräftig vor dem Auslande zu
repräsentieren, kann und darf doch noch aus
dem vollen geschaffen werden; hier wird zugleich
abseits alles pedantischen Nivellierungs-
strebens in natürlichem Zusammenwirken zwischen
süddeutscher Künstlerphantasie und
Handwerkstradition auf der einen, norddeutscher
Handelsbetriebsamkeit und Schiffbautechnik
auf der anderen Seite die letzte Einheit
aller deutschen Kultur zu erfreulichster Tatsache
. Jeder, der die Entwicklung der deutschen
dekorativen Kunst in den letzten Jahren verfolgt
hat, weiß, daß alle die prachtvollen Raumschöpfungen
, die mit märchenhafter Schnelligkeit
auf den Passagierdampfern des „Norddeutschen
Lloyd" verwirklicht wurden, dem reifen Können
des Münchner Architekten Prof. P.L.Troost
zu danken sind, daß diese Troostschen Entwürfe
auch zu gutem Teil in Münchner Werkstätten
ausgeführt werden: als ein besonders
erfreuliches Symbol dieser positiven nord-süd-
lichen Zusammenarbeit dürfen wir es denn wohl
begrüßen, daß gerade das erste neue Schiff
großen Stils, das durch die Bremerhavener
Schleuse nun wieder unter der eigenen Flagge
des Lloyd in die Welt hinausgezogen ist (augenblicklich
das größte Schiff der gesamten Lloyd-
flotte überhaupt), gerade den Namen der Stadt
über den Ozean trägt, deren Künstlern und
Handwerkern es wie so viele seiner Vorgänger
das edle Behagen und die lebensvolle Schönheit
seiner Räume verdankt.

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