Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 49. Band.1924
Seite: 128
(PDF, 115 MB)
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ser stellt sich zunächst auf den Boden der Forschung
, deren Ergebnisse er gründlich und fleißig
verwertet und zusammengefaßt hat. Aber dort,
wo vor den Bildern Giotto selbst das Wort hätte,
wird — Literatur geboten. So kämpft respektvolle
Zustimmung mit energischer Ablehnung.
Was über Giottos Kunst ausgesagt wird, scheint
uns nicht vom Geiste Giottos zu sein. Es ist vom
Geiste der Modernen, sprühend, beweglich, klug,
interessant, aber nicht immer erträglich. Wir hören
lieber den geistvollen Kritiker moderner Malerei.

Unbedingt gut ist der ganze erste Teil des
Werkes, der eine außerordentlich gründliche Würdigung
aller Giotto zugeschriebenen Arbeiten,
aller Urkunden, ferner der Künstler, Chronisten,
Schriftsteller und Kunsthistoriker enthält, die sich
über Giotto geäußert haben. Widerspruch und
Zweifel aber erhebt sich schon bei der Charakteristik
eines Burckhardt. Die behagliche Breite

ferner, mit der auf zahllose Anekdoten eingegangen
wird, verstimmt schon hier. Solche Verstimmung
vermöchte vielleicht die schwungvolle
Sprache in diesem Teil zu heben. Nicht aber im
zweiten Teil, wo nach trefflichen Bemerkungen
über die „römischen Anfänge" die Analyse der
Bilder einsetzt. Das gerade bei Giotto so Einfache
wird bedenklich kompliziert. Und zum
Komplizierten tritt vielfach Sensation. Hier gestehen
wir, in offene Gegnerschaft zu treten, uns
gleichzeitig aber vor dem Gegner, mit dem es
ehrenvoll ist, die Klingen zu kreuzen, wie gesagt,
mit Respekt zu verbeugen. Denn auch im zweiten
Teil finden sich positive Werte. So die sachliche
Beschreibung der Arenakapelle und die fesselnde
Begründung der vom Verfasser vermuteten bildhauerischen
Tätigkeit. Auch freut man sich über
die sehr reichhaltigen und gut wiedergegebenen

Bildtafeln. Nasse

JOHANN VIERTHALER

BRONZESTATUETTE

128


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