http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_49_1924/0198
matteo de'pasti
isotta atti von rimini
DIE MEDAILLE DER ITALIENISCHEN RENAISSANCE
Als Lichtwark vor 30 Jahren die Wiederent-
> deckung der Medaille für Deutschland vor-
bereitete,brachte er aus Paris Beispiele einer hochentwickelten
Prägekunst mit, deren feine, bildhafte
, durchlichtete Reverse einen Höhepunkt der
Technik und des zarten
Geschmacks darstellten
.Nicht nur dieSchau-
und Gedenkmünze,
auch das Alltagsgeld
war an der Seine neu
geprägt worden, Roty
hatte für den Staat die
säende „France" geschnitten
, und man
glaubte, in dem französischen
Vorbild Muster
auch für den deutschen
Geschmack zu
gewinnen. Nun, in der
Tat ist die Medaille
auch in Deutschland
wieder auferstanden
und die Denkmünze in
Bronze, die Ehrenpla-
kette,das Rund der Personal
- Medaille steht
heute bei uns in hoher
antonio pisano
Blüte. Einer der wichtigsten Mitarbeiter auf
diesem Gebiete, Georg Römer in München, ist
leider im vorigen Jahre ganz unerwartet aus
seiner so eigenartigen und stilklaren Arbeit
durch den Tod fortgerissen worden. Sein Ideal
war nicht die gegossene
, sondern die in
den Stempel geschnittene
Medaille. Bei meinem
letzten Besuch
sagte er mir noch:
„Fort mit dem französischen
Geflüster; wenn
gegossen, dann bleiben
uns die italienischen
Renaissance-Medaillen
die unerreichten Vorbilder
."
Wie hätte sich Römer
gefreut, wenn er
den stattlichen Band
über die italienische
Renaissance - Medaille,
den der Direktor des
Münchner Münzkabinetts
, Georg Habich,
kaiser johannes viii. soeben bei der deut"
palaeologos sehen Verlagsanstalt in
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