Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 49. Band.1924
Seite: 182
(PDF, 115 MB)
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spielt auch hier wie in seiner ganzen Kunst
eine besondere Rolle, man merkt die Herrschaft
des Griechengeistes, wenn man auch von
antiken Vorbildern kaum sprechen kann. Gewundert
hat es mich immer, daß die herrlichen
sizilianischen Münzen nirgends nachgebildet
worden sind. Wie hoch die Renaissance antike
Münzen und Gemmen schon ehrte, beweisen
doch schon allein die Grottesken in Raffaels
Loggien im Vatikan.

Doch genug der Historie; unsere Zeitschrift
dient der Kunst von heute und denselben Dienst
kann auch die italienische Medaille leisten.
Ich würde mich freuen, wenn viele unserer
Künstler Habichs Buch nicht nur betrachteten,
sondern auch läsen. Überall treibt die Kunst
einem Höhepunkt zu und wir müssen in den

Jahrhunderten suchen, wo die Zimelien liegen*
Die italienische Medaille ist solch eine absolut
reife Leistung, eigenartig und klar, sofort fertig
in ihrem Charakter, ohne stammelnde Vorstufen
, überzeugend in der Biographie und
Symbolkraft, unzerstörbar und ohne falsche
französische Zärtlichkeit. Von wie vielen Kunstwerken
kann man das sagen? Gegenüber der
Graphik, der Lieblingstechnik von heute, besitzt
sie den Wert des Unikums, wenn auch mehrere
Exemplare aus derselben Form gegossen werden
. Zu allem kommt schließlich noch das
Geschenk der edlen goldenschimmernden Patina,
in die die Jahrhunderte ihre Lieblinge hüllen,
damit auch dem späteren Enkel noch der Glanz
alter Mystik entgegenschimmere.

Paul Schubring

CONSTANZO

SULTAN MOHAMMED II.

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