Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 49. Band.1924
Seite: 365
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DIE NEUE SECESSION

Schon die Wahl des Namens „Expressionismus
", den sich die Künstler beilegten, die als
die Träger des Neuen dem Impressionismus
gegenübertraten, läßt erkennen, worin es der
alte Impressionismus — aus dritter Hand —
mehr und mehr hatte fehlen lassen: an der
Synthese der impressionistischen Mittel zum
Ausdruck eines Geistigen. An sich ist jede
echte Kunst „Expressionismus". Raffael so gut
wie der moderne Expressionismus. Nur das,
was ausgedrückt werden soll, ist weltenweit
verschieden: Raffaels Seele schwebt frei und
glücklich im strahlenden Blau des Himmels,
ein heiterer und kräftiger Geist, die modernen
Seelen haben etwas qualvoll Verzerrtes, etwas

peinlich Gehemmtes — aber der moderne Expressionismus
ist echte Kunst, da er in seinen
charakteristischen Leistungen dieses Qualvolle
zum Ausdruck zu bringen vermag.

Herkommend vom Impressionismus begnügen
sich eine Reihe von Künstlern auf Grund
ihres impressionistischen Könnens zur künstlerischen
Synthese aufzusteigen: So Coester,
Lichtenberger, Feldbauer, Heß, Renner, Schin-
nerer, Gött in ihren Landschaften.

Und bringt der Expressionismus, soweit er
sich der impressionistischen Mittel bedient, die
Beseelung der Landschaft, indem er sich ihrer
farbigen Erscheinung erschließt, die Natur auf
sich wirken läßt, und das Allgemeine, das ausgedrückt
werden soll, aus der Linie des objektiv
Gegebenen: der Fülle und Schönheit

EDMUND STEPPES

BRÜDERLEIN UND SCHWESTERLEIN
Aasstellung der Münchener Künstlergenossenschaft

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