Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 49. Band.1924
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Angesichts des Gesamtresultats sind kleinliche
Bemängelungen nicht gerechtfertigt. Selbst wenn

:rechtigtem und be-
us heraus, der dem
iesem Fall ja unbe-
zu der Feststellung
n die eingeladenen
hl vertreten, es sei
lerei der Gegenwart
hältnis zum Ganzen
und von den Gästen
teile man doch ruhig
leicht zu überzeugen
n München, dauernd
gehend bei zahllosen
ein meist recht er-
rade über die Ent-
hulen geboten. Zum
tner Schulen gerade
ke vertreten, die von
en oder durch Namen,
fängen in München
tu hohem Ruf kamen,
tage das Reisen keine
mehr. Da war es
, sich einmal die selte-
herbeizuholen. Daß
auswärtigen Museen
auswärtigem, schwer
glichem Privatbesitz
chafft wurden, war
brdienende Leistung,
jneister Thoma eröff-
te des vergangenen
e- und Privatbesitz
dblumenstrauß", das
;rer", der „Regen im
in", die „Berge bei
Jschaft mit Wolke"
t mit einigen ganz
z. B. dem Baseler
oskanischen Land-
be" von 1891. Leibi
en frühen Münchner
rg", der „Dachauerin
dem „Spargroschen",
p", der „Gräfin Treu-
nd, nahezu kollektiv,
is wird mit Trübners
md mit Wildschwein",
r See", mit Schuchs
;ben, besonders den
der „Schleuse bei
Vater des Künstlers"
^bracht. Alle Bilder
nis der Mutter" sind
tudienköpfe", Eysens
Scholderers „Bildnis

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zu beachten. Gel
„Feldweg bei Cronberg",

der Frau des Künstlers", Lugos Gemälde, Stäb-
Iis,, Wiesen und Waldrand", Schönlebers„Quinto
al Mare" und andere intime Bilder sind gut
gewählte Proben aus der vorimpressionistischen,
oder nichtimpressionistischen Gruppe. Die führenden
Münchner Stimmungslandschaften blieben
dem Kunstverein vorbehalten. Die Scholle,
dann Leipzig mit Klinger und Greiner, eine
„Kreuzigung" von Becker-Gundahl und andere
Münchner, vor allem der durch wichtige Zugaben
bereicherte große Saal der alten Münchner
Secession mit deren frühen Meisterwerken, mit
Lenbach, Samberger, Habermann usw. vertieft
den Einblick in die achtziger Jahre, in die vor-
und frühimpressionistische Epoche. Unverändert
blieb unser vornehmer Marees-Saal. Aber herrlich
ergänzen ihn Werke aus hiesigem Privatbesitz
und die Berliner „Ruderer"-Studie. Fast
kollektiv prägt sich Uhdes künstlerische Entwicklung
von der „Chanteuse" her über die erstaunliche
Freilichtmalerei der „Trommler", der
„Drei Modelle", der blitzenden „Kinderstube"
bis zu letzten Bildern ein. Kalckreuths „Kindertheater
", Sterls „Schuch", Zügels Werke, Kuehl
u. a. treten ebenbürtig neben Uhde und über ihn
hinausführend hinzu. Corinths „Florian Geyer",
sein „Familienbild", seine „Flora" und seine
doch auch stimmunggebende „Inntallandschaft"
sind nicht nur „Schlager". Von Slevogt bietet
dessen „Champagnerlied", „Szene aus 1001 Nacht",
die Landschaften, vor allem dann die „Seeräuber
" Erlesenes. Neben ihm Liebermann mit
den „Konservenmacherinnen", dem „Altmänner-
hausgarten", der „Schusterwerkstatt" und der
jüngeren „Judengasse in Amsterdam", ebenso
Weisgerbers „Gesellschaft im Walde"! Caspars
tief inniges Weihnachtstriptychon führt an den
sogenannten Expressionismus heran. Wie Heß,
Seewald, Kanoldt, Unold, Caspar-Filser führend
die Neue Secession vertreten, so führen die Tierbilder
Marcs, Purrmanns „Blumenstrauß", Bilder
von Moll, Hüther, Partikel zur reinen Farbigkeit
der expressionistischen Moderne. Daß stark
eindrucksvolle Werke Kokoschkas, wie dessen
„Selbstbildnis", die „Elbbrücke" und Noldes
„Rote Abendwolken", „Marschlandschaft" und
„Stilleben mit Madonna" neben noch anderen
Angehörigen der „Brücke", wie z. B. Heckel
hier einmal gezeigt und daß damit und in Arbeiten
, wie denen Feiningers, die z. T. über den
Expressionismus hinausführen, mindestens solche
moderne Werke zur Diskussion gestellt werden
, ist sicherlich mit Dank anzuerkennen. Gewiß
ist gerade die Moderne Münchens und des Südens
und des Nordens nicht lückenlos. Aber wäre solches
überhaupt jetzt schon zu erreichen? Die
großen Zusammenhänge werden mit dem beigebrachten
Material durchaus anschaulich. Nasse

Verantwortlicher Schriftleiter: P. KIRCHGRABER, München
Druck und Verlag: F. BRUCKMANN A.-G., München. — Copyright 28. August 1924 by F. BRUCKMANN A.-G., München


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