Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 50. Band.1924
Seite: 82
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ARTHUR KAMPF

DETAIL AUS DEM MOSAIKBILD ÜBER
DEM PORTAL DES BERLINER DOMES

hauer fühlen wir vor allem im Fenster für Rheidt
spätes Nazarenertum. Die Linien der Verbleiung
, damit die Glasflächen, die sie umschließen
, erscheinen vielfach willkürlich gebrochen
. Das ergibt den Eindruck aneinander
gefügter Scherben.

„Frühling" und „Sommer" von Seewald sind
noch aus farbigen Hüttengläsern gefügte Fenster,
haben aber schon den Reiz intimer Scheiben.
Hier ist der rein illustrative Charakter erreicht
und der Weg führt weiter zur Kabinettscheibe,
für die nun auch die moderne Malerei neue

Lösungen gibt wie bei Seewalds „Ruhender
Kuh" oder bei Kleins „Madonna". An Stelle
der verbleiten Gläser, des Malens mit Glas,
tritt die Malerei mit Silber- und Schwarzlot
auf Glas und verziert selbst größere Felder
wie bei Scheurichs Fenster.

Zu ähnlich illustrierender Art wie diese
Fenster neigt das Putzmosaik von vornherein.
Diese Technik wird heute mehr als bisher
beachtet werden müssen; denn mit ihrer Hilfe
lassen sich selbst große Flächen mit verhältnismäßig
geringen Kosten gut und in „ewigem"

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