Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 50. Band.1924
Seite: 223
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ANNA KESSLER-PLAUEN I. V. DECKE. FADENSPITZE IN FILETTECHNIK

das Zeichen ist im Banne derselben hingeschrieben
oder geformt.

Diese verschiedenen Strömungen, die, unter
sich gleichlaufend, sich herauslösen lassen, bewegen
sich in der darstellenden Kunst weg
vom Motiv und da wo man sich stofflicher
Effekte bedient und diese der Formidee einordnet
, rückt man ab vom Ornament.

Dr. Lotz-Hanau

HAUS UND GARTEN

VVTenn Architektur eine Gestaltungskunst ist,
*» welche die ganze Umwelt in eine gute räumliche
Beziehung zu bringen versucht, so kann auch
ein Bauwerk nur dann in höherem Sinne befriedigen
, wenn es nicht allein in sich selbst gut und
schön gelöst ist, sondern wenn es zugleich seine
neugeschaffenen Raumwerte den schon vorhandenen
Räumlichkeiten der Umgebung anpaßt —
gleichsam weiterbaut wie eine Zelle neben die
andere. D. h. die Baukunst soll ihre Räume nicht
nur mit Wänden, Decken und Bodenflächen als
Schutz- und Wohnkleid für das häusliche Leben
errichten, sondern sie soll auch im Zusammenhang
mit der Umwelt, mit dem Gesicht nach außen,
räumliche Einheiten mit der Straße, dem Platze,
der Natur und Landschaft — dem Garten eingehen
. Der Garten vor allem — man denke nur
an ein klassisches Beispiel wie Generalife bei
Granada! — ist eine eigene kunstgeschaffene Welt,
welcher räumliche Ordnung und Faßbarkeit die
Gesetze geben.

Deshalb wird „Haus und Garten" architektonisch
eigentlich ein Begriff, und es zeugt von
der stark räumlichen und hohen Auffassung von
Architektur, wenn Friedrich Ostendorf, der ausgezeichnete
Pädagoge, diese beiden Probleme in
Einem vereinigt. Die Bearbeitung der 3. Auflage
seines Buches „Haus und Garten" durch Hans
Detlev Rosiger (Verlag von W. Ernst & Sohn,
Berlin 1923) ist so überzeugend und genußreich

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