Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 51. Band.1925
Seite: 108
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PAUL RIETH

MURNAU UND MÜNCHEN

Aus E. v. Scidls Murnauer Hausbuch

anFraueii,Schönheil u nd Grazie, an Einfällen und
Kräften, fie auszuformen, gebrach, war der richtige
Boden für das Feftefeiern gegeben. So etwas
wie die Perfiflage eines ländlichen Schützenfeftes,
die man einmal in Szene fetzte, war eigentlich
feiten, demi die „Idee" lag zu nahe, obwohl ihre
Durchführung mit draitifchem Humor an lieh
ein wirkliches Kunftftück war. Eher Hellte mau
lieh auf Poetifches und Romantilches ein. Immer
in der Zeit um Seidls Geburstag, d. h. um den
23. Auguft, gab es ein großes Sommerfell mit
vielen Gäften. Da überietzte man einmal die
Begebenheiten aus „Wilhelm Meifters Lehrjahren
" in ein Freilichtfe.lt, und es fehlte dabei
weder der Prinz noch der Harfner mit einer
entzückenden Miffnou, die man „zufällig" in der

Schenke eines benachbarten Weilers auffinden
und in das „Schloß" führen ließ. Freunde be-
Ibrgten dann wieder beziehungsreiche Feitfpiele
mit Faunen und Nymphen, mit Waldfchratt
und Nickelmann, für die fich im Freundeskreis
ausgezeichnete Darfteller fanden, und Sigmund
von Hausegger komponierte dieMußk dazu. Am
29. Juli 1905, des Abends um halb zehn, wurde bei
Fackelbeleuchtung am Weiher „Die Fifcherin"
von Goethe mit der Münk von Coronna Schröter
auf geführ t, ein Unternehmen, das an dieTief urter
Darftellung vor dem weimarifchen Hof gemahnt.
Das fchönlte und mivergeßbarfte diefer Feite
ab er bleib t) enes, das am 2 8. Aug uft 1910 an einem
prachtvollen Spätfommerabend Max Reinhardt
mit den Berten feines Enfembles, mit Moiffi, Elfe

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