Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 51. Band.1925
Seite: 195
(PDF, 97 MB)
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sei, aber anständige Malerei oder Plastik getrieben
habe.

Nie und nimmer darf derjenige, der bei den
Kräften des Beharrens steht, der im Sinne dieser
Ausführungen auf seinen Vorgängern auf baut
und der Tradition die Ehre gibt, als rückständig
betrachtet werden. Es gibt eine Brücke von
Tradition zu Fortschritt, und jeder wirklich
Große fand sie, hatte die beiden Exponenten in
sich, wußte sie in seinen Schöpfungen zu einer
Einheit zu zwingen. Man denkt, zu den Alten

hinabsteigend, au Vermeer von Delf t und an
Frans Hals, und man sieht in der Gegenwart vor
allem das verehrungswürdige Beispiel des großen
Wilhelm Leibi vor sich, in dem die Andacht zur
alten Kunst, die Tradition, in einem Maße weiterlebte
wie in keinem zweiten seiner Zeitgenossen
, aber vollkommen von der Materie gelöst,
ganz durch die eigene Persönlichkeit passiert,
die eine absolut fortschrittliche war. In der Persönlichkeit
und im Werk Leibis finden und
binden sich Fortschritt und Tradition. Immer

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