Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 51. Band.1925
Seite: 277
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JAMES ENSOR

DER TOD VERFOLGT DIE
MENSCHHEIT (RADIERUNG)

ken künstlerischen Reiz durch fabelhaft zartes
Lineament; der Spo tt und Hohn, den der Künstler
über seine engere Welt ausgießt, ist dort
immer so traumhaft-frei gefaßt, daß er sich
hoch über die engere Sphäre der Karikaturisten
der Gesellschaft erhebt. Freilich, ein Zug der
bitteren Phantastik Ensors scheidet ihn sehr
wesentlich von unserm größten Phantasten Kubin
: Während dieser sich als Künstler durchaus
freizumachen und zu halten weiß von persönlichen
Erlebnissen, mehr die ganze Menschheit
und die ganze kuriose Welt bespiegelt,
kommen Ensors keifende Masken unmittelbar
aus des Künstlers engster Umgebung. So hat
tatsächlich Ensor seine ganz eigenartige Stellung
auch unter seinen nächsten Verwandten — von
denen allerdings Le Roy weniger wissen zu
wollen scheint, als historisch begründet ist.

Bredt-München

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