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KURT EDZARD
DIE TÄNZERIN EDITH B.
DIE FRUHJAHRSA US STELLUNG DER AKADEMIE DER KÜNSTE ZU BERLIN
Die diesjährige Friihjahrsausstellung der
Berliner Akademie der Künste am Pariser
Platz ist unbestritten eine der erfolgreichsten
in der langen Reihe von Ausstellungen dieses
ehrwürdigsten Kunstinstitutes der Reichs-
hauptstadt. Die mehr als 450 Gemälde und
Bildwerke, die hier vereinigt sind, bieten eine
mit unparteiischem Urteil getroffene Auswahl
des Besten, was die letzten Jahre vornehmlich
in Berlin, aber auch in einigen anderen Kunstzentren
hervorgebracht haben. Die Beruhigung
der Auffassung des künstlerischen Schaffens der
Gegenwart spricht sich auch hier mit aller Klarheit
aus, indem die Äußerungen der verschiedenartigsten
Anschauungen zugelassen werden und
auf diese W eise das Publikum in die Lage versetzt
wird, das Wertvolle der wichtigsten künstlerischen
Richtungen der Gegenwart nebeneinander
kennen zu lernen. Jeder wird die
l berzeugung gewinnen, daß die Werke der
älteren impressionistischen Schule mit den
besten der neuesten expressionistischen und
stilisierenden Meister sich wohl vertragen, daß
die Spätwerke der großenlmpressionis ten ebensosehr
, wenn auch in anderer Weise, ein Ausdruck
des lebendigen künstlerischen Ringens der
Gegenwart sind, wie die nach Neuem strebenden
Bilder und Skulpturen der jüngeren und der
jüngsten Generation. Zu dem harmonischen
Gesamteindruck dieser reichen Ausstellung
trägt die musterhafte ruhige Anordnung bei,
um die Professor Ulrich Hübner besondere
Verdienste hat.
Wie üblich, ist einem verstorbenen Meister und
Führer eine Sonderaussteilung eingeräumt: es
ist Hans Thoma, von dem eine Reihe selten
oder noch nie gezeigter Bilder in dem mittleren
Saal vereinigt sind, von Frühbildern Mutter und
Schwester bibellesend (1866), eine Dame am
Waldufer im Sonnenschein, in wundervollen
Die Kunst für Alle. XXXX.
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