Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 51. Band.1925
Seite: 310
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GERT WOLLHEIM

ABSCHIED VON DÜSSELDORF

hA\ amisee und der Allee in Sakrow - - seit der
Übersiedelung in das schöne Haus an derWann-
seebuclit hat der greise Meister sieh vorwiegend
der Darstellungunserer heimatlichen Landschaft
zugewendet — oft haben wir in früheren Jahrzehnten
angesichts der holländischen Städte-
uud Landschaftsbilder Liebermanns bedauert,
daß er, der doch an der schönsten Stelle Berlins
im väterlichen Hause neben dem Brandenburger
Tor sein Heim hatte, nicht durch Gestaltung
der Reize seiner Heimatstadt und
Landschaft zu deren verdienter Würdigung beigetragen
hat. Unter den Bildnissen steht das
Selbstbildnis voran, ruhig und einfach gemalt.
Anders als Liebermanns, aber nicht weniger
beachtenswert ist der Altersstil Lovis Corinths,
der in zwei Blumenstücken und dem Bildnis
von Georg Brandes aus diesem Jahre durch

große Farbenstriche, man kann geradezu von
Pinselhieben sprechen, die leidenschaftliche Anschauung
meistert. Der dritte im Bunde ist
Max Slevogt, der in den drei Bildnissen von
Rudolf Ullstein, Paula Busch und Ida Boy
drei menschliche Temperamente, des Weltmannes
, einer vollerblühten eleganten Frau und
einer abgeklärten weißhaarigen Dame in den
wesentlichsten Zügen wiedergibt. Weiter ist

CT ö

ein spätes Seebild Karl Flagemeisters zu nennen,
dessen Frühzeit, wo er mit Karl Schnell zusammen
malte, durch eine märkische Landschaft von
1878, soeben bei Karl Haberstock in Erinnerung
gebracht wird. Die Entwicklung aller dieser
Meister vergegenwärtigt den Fortgang von
festen dunkeln Farben zu immer größerer Auflösung
und Auflichtung, das Streben, die atmosphärische
Erscheinung stärker und mit

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