http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_51_1925/0394
WILLY JÄCKEL
DAMENB1LDMS
Glaspalast München. Sccession
dadurch eine gewisse Gliederung in ihre sehr
umfangreiche Ausstellung zu bringen, daß sie
einige größere Kollektionen einschaltete. So
ehrt sie mit einer Gedächtnis-Ausstellung den
im Vorjahr verstorbenen Pferde- und Sportmaler
Emil Adam, dessen Kunst, koloristisch
etwas bläßlich, aber von hoher zeichnerischer
Qualität, wie ein Gruß aus langvergangener Zeit
herüberweht. Thedy, gleichfalls mit einer Gedächtnis
-Ausstellung beehrt, war von Geburt
Münchner und erhielt hier seine Schulung. Aus
seinen Bildern spricht die Art des Wilhelm
von Diez; hinter den besten seiner Gemälde
scheint der Schatten Holbeins aufzusteigen:
schönste Tradition, hohe Kultur der Münchner
Tonmalerei um 1880. Von Lebenden hat man
Strützel durch eine größere Kollektion ausgezeichnet
: es sind wieder sehr leckere kleine
Landschaften und Tierbilder von ihm da, z. T.
vor mehr als drei Jahrzehnten gemalt, und ein
großes Münchner Stadtbild, das auch kulturgeschichtlich
von Interesse ist. Peter Kaiman hat
einen eigenen Raum erhalten, den er mit Bildern
von der bekannten Frische, von kultivierter,
trotzdem kräftiger Farbigkeit füllt. In den Repräsentativsälen
sieht es heute jünger aus als
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