http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_51_1925/0462
mit welchem Kunstverstand und welchem Glück!
Besonders Stilleben und Frühstückstische—ich
nenne die Namen Beijeren, Heda, Claesz — sind
durch hervorragende Qualität ausgezeichnet.
Von Modernen ist in erster Linie des Malers
älterer Freund E. v. Gebhardt durch eine große
Anzahl mit besonderer Liebe ausgewählter Malereien
vertreten und zwar gerade mit solchen,
die vermutlich längeren Bestand haben werden
als die altdeutschen biblischen Geschichten.
Doch tritt dieses und anderes nicht minder
behutsam Ausgewähltes zurück gegen die berühmte
ostasiatische Sammlung Georg Oeders.
Fast gleichzeitig mit Justus Brinckmann in
Flamburg, in der Mitte der achtziger Jahre,
setzte diese Sammeltätigkeit ein, deren Höhepunkt
die Erwerbung der Paul Vautierschen
Sammlung von japanischen Schwertzieraten im
Jahre 1908 war. Durch den wissenschaftlichen
Katalog O. Kümmels ist diese fast einzig dastehende
Kollektion auch denen bekannt geworden
, die nicht das Glück hatten, im Hause
Georg Oeders die mit feinstem Geschmack
aufgestellten Kunstwerkchen ostasiatischerTbp-
fer- und Metallkunst zu studieren und zu
genießen. Walter Cohen
GEORG OEDER LANDSCHAFT MIT PAPPELN (ANF. 90 er JAHRE)
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