Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 52. Band.1925
Seite: 236
(PDF, 78 MB)
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ARCH. MEBES UND
EMMERICH-BERLIN

Entwurf der Glasfenster:

menden horizontalen Gliederungen wie am Hotel
Adlon gegeben. Die Lösung verdient um so
größere Anerkennung, als es sich bei dem Adlon
um einen völligen Neubau, dagegen bei der
Länderbank nur um einen Umbau unter Beibehaltung
eines Teiles der Mauern und der
Fensterachsen bis zum III. Stock handelt. Dabei
ist doch besonders erfreulich und zu beachten,
daß die Formen der Länderbank in ihrer kraftvollen
Bildung völlig das Gepräge unserer Zeit
tragen, während das in den letzten Jahren der
Wilhelminischen Ära entstandene Luxushotel
in seiner Gliederung und Detailbildung den
Stempel des Eklektizismus trägt. Übrigens wird
sich die Farbe der Länderbank der Umgebung
in einiger Zeit noch enger angepaßt haben,
wenn der jetzt noch weiße Putz einen grauen
Ton angenommen hat, ähnlich wie der in gleicher
Weise verputzte Schultebau von Messel
am Eingang der Wilhelmstraße, zwei Häuser

DEUTSCHE LÄNDERBANK
VESTIBÜL
F. Mutzenbecher-Berlin

von der Länderbank entfernt und sichtbar zur
Linken auf den Abbildungen auf Seite 235 des
Aufsatzes.

An die Länderbank grenzt an den Linden ein
feines, um 1860—1870 von Flanemann erbautes
Palais. Uber dieses weg sieht man die mächtige
in Ziegelrohbau aufgeführte Brandmauer der
Länderbank mit den vorschriftsmäßig hochgeführten
Kaminen. Wie gesagt, ist die Fläche der
Länderbank glatt verputzt und nur der Sockel,
das breite auf Rundbogenkonsolen ruhende, an
der Ecke von einer Säule gestützte Gurtgesims
über dem Erdgeschoß, die Fensterumrahmungen
und die übrigen Gesimse sind mit weißem Kalkstein
verblendet. Trotz der sparsamen Profilierung
ist der mächtige Baukörper von einem
starken plastischen Leben erfüllt. Wie immer
bei Mebes ist die beseelende Hand des Architekten
namentlich in den Einzelheiten des Bauhandwerks
zu spüren.

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