Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 54. Band.1926
Seite: 173
(PDF, 78 MB)
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Varia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_54_1926/0213
ARCH. FR. GILDEMEISTER, BREMEN

zenmaterials mit seiner Leistungsfähigkeit, seiner
Schönheit und seiner Stilkraft.
Ein Gartenarchitekt, der die zu verlangenden
Voraussetzungen erfüllt, ist der bremische Gartenarchitekt
Fr. Gildemeister, der in vielen
Anlagen im In- und Auslande seinen herben
Willen zu neuer Formgebung und intuitives
Gefühl für wahre architektonische Schönheit
in Farbe, Fläche und Linie gezeigt hat.
Die beigegebenen Photographien — so wenig
aus ihnen das rein konstruktiv-bauliche Moment
erkennbar wird — mögen einen Eindruck vermitteln
von der stilistischen Grundstimmung
— Bekenntnis zur Linie, Freude an souverän
einschneidenden, mit dem Hause kongruierenden
Flauptachsen, sorgfältig abgewogene horizontale
Flächigkeit gegenüber deutlich gemäßigter
, aber architektonisch erfühlter Vertikalilät—
und der eminent sicheren Materialbeherrschung
dieser durchaus neuen und eigenwilligen Gartenkunst
"; die aus der barocken, aber „modern"
empfundenen Formstarre der Linien, der bunten
Beweglichkeit der Rosenbezirke, der edlen Gehaltenheit
der Kugelformen aus Buchsbaum
und der Taxuspyramiden, der schwelgerischen

Dekorative Kunst, XXIX.

VILLENGARTEN IN DER VAHR. VORGARTEN

Üppigkeit überleitender Staudenrabatten und
der geradezu „klassischen" weißen Lackmöbel
eine die „Kultur" des modernen Menschen erfassende
und tragende Komposition in glücklicher
Vollendung zu schaffen geeignet zu sein

scheint. Dr. Adolf Paul

NATUR- UND KUNSTFORMEN

So wie sich die Seele der Natur in den Formen
der einzelnen Naturgeschöpfe und in dem Verhältnis
ihrer Teile zueinander abgespiegelt hat,
so hat sich der Menschengeist in den Formen
der Kunst niedergelegt; und es ist daraus eine
Welt der Formen entstanden.
An manches Zufällige, oft Unzweckmäßige, hat
sich eine Welt angebildet, die viel Schönes oft
enthält, so daß nicht der Grund, sondern die Folgen
in einer Reihe zu betrachten sind.
Die Welt der Kunstformen läuft parallel mit den
Formen der Natur; sie hat aber nicht diese selbst
um ihrer selbst willen, sondern sie dienen ihr
zuweilen um eines menschlichen Ausdrucks
willen; viele aber kommen im Zusammenhang
gar nicht in der Natur vor. Schinkel

23

*75


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_54_1926/0213