Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 55. Band.1927
Seite: 155
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KARL ALBIKER.

FRAUENBILDNIS

Gemälde Van Goghs, oder, um von Werken
alter Meister zu sprechen, ein Bild wie Tizians
Dornenkrbnung werden aus diesem Grunde
eigentlich immer unkopierbar sein.
Trotzdem haben sich auch für die Kopie und
ihren Wert sehr respektable Stimmen erhoben.
Vor allem von Malern selbst, die es später zu
hohem Rang und starker Geltung im Reiche der
Kunst brachten und die behaupteten, daß sie dies
ausschließlich derintensivenKopistentätigkeitin
ihren jungen Jahren verdanken. Aber es hat damit
doch seine eigene Bewandtnis. Wenn man—

um ein Beispiel der jüngeren Vergangenheit zu
wählen — zusieht, wie Leibi kopierte, wie er
in selbständiger, der Leibi-Individualität ganz
freien Lauf gewährender W^eise das Schäferidyll
des Rubens in der Münchner Alten Pinakothek
in sein malerisches Jargon übersetzte,
so muß man freilich zugestehen, daß ein Kopieren
dieser Art, das man besser ein Phantasieren
über ein von einem alten Meister angeschlagenes
Thema nennen könnte, durchaus seine
Berechtigung hat, daß es ein wertvoller Beitrag
zur Entwicklungsgeschichte eines Künstlers ist.

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