Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 55. Band.1927
Seite: 208
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KARL HOFER. MÄDCHEN MIT KOPFTUCH.

1924

romantische Marotte war, die solche Beleuchtungen
veranlaßte. Aber man darf nicht außer
acht lassen, daß auch die Kunst und die Kunstbetrachtung
daraus Gewinn zogen. Es war doch
eine ganz andere — buchstäbliche— Tns-Licht-
Rückung eines Kunstwerks, als es das Tageslicht,
zumal das nordische Tageslicht, vermag, selbst
wenn es nicht „trüb durch gemalte Scheiben
bricht". Wie öde, wie unlebendig sind heute
unsere Plastiksammlungen, wenn man sie nicht

auf das einzelne Kunstwerk hin, sondern als
Gesamtheit, als Sammlungskomplex, als Rahmen
der Einzelobjekte betrachtet! Natürlich
wird niemand mehr der Fackelbeleuchtung einer
Sammlung das Wort reden; so „romantisch"
sind wir nicht mehr, obwohl wir uns sagen
müssen, daß die Rokoko-Italiener der sozialen
Oberschicht ungemein kultivierte Menschen
waren, die wohl wußten, was sie da unternahmen.
Und obwohl wir uns auch dies sagen müssen,

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