Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 55. Band.1927
Seite: 242
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KARL TRUMPF. SELBSTBILDNIS

DER BILDHAUER KARL TRUMPF

Der Werdegang dieses zur jüngeren Bildhauergeneration
gehörenden Künstlers ist, künstlerisch
und menschlich betrachtet, sehr beachtenswert
. Geboren zu Berlin, kam er elternlos mit
acht Monaten nach der Paul Gerhardt-Stadt
Gräfenhainichen zu einem Bergmann in Pflege
und erlernte,vierzelmjährig,in der nahen Lutherstadt
Wittenberg und in Gräfenhainichen das
Steinmetzhandwerk. Schon zu dieser Zeit, als
er ein Modellierholz nicht einmal vom Ansehen
kannte, entstanden aus eigenem Triebe frei aus
dem Stein gehauen seine ersten Steinfiguren.

Mit diesem bildhauerischen Trieb beseelt, ging
Karl Trumpf mit 17 Jahren auf die Wanderschaft
, arbeitete in vielen Städten Deutschlands
am Bau als Steinbildhauer, besuchte nach schwerer
Tagesarbeit die Abendschule und ersparte
sich mühsam die Mittel, um ohne fremde
Hilfe die staatlichen Kunstakademien in Berlin
und München zu besuchen. Er war dann Schüler
von Prof. Franz Metzner, dem Erbauer des Leipziger
Völkerschlachtendenkmals und arbeitete
einige Zeit bei Prof. Engelmann in Weimar.
Bekannt wurde Karl Trumpf durch seine Ar-

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