Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 55. Band.1927
Seite: 284
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RUDOLF SCHIESTL

MARIA IN DER WIESE

RUDOLF SCHIESTLS GRAPHIK

Nicht selten begibt sich dies im Kunstbetrieb
der Gegenwart: Ein Künstler, dessen Name einst
zu allererst genannt wurde, wenn auf die Führer
und die Spitzenleistungen einer neuen Bewegung
die Rede kam, wird von der hastigen, Welle
über Welle schleudernden Entwicklung künstlerischen
Denkens und Formens „überholt".
Er ist Persönlichkeit geworden und ruhender
Pol, hat seine Lebensaufgabe erkannt und gefunden
, und ist, in ganz natürlicher Weise, aus
dem lauten künstlerischen Treiben der nächsten

Die in diesem Aufsatz reproduzierten graphischen Arbeiten
von Rudolf Schiestl sind im Verlag von Julius Schmidt, Inh.
Rudolf Dressler, München, der den Gesamtverlag der Schiestl-
schenGraphik inne hat, erschienen. Seinem freundlichen Entgegenkommen
verdanken -svir die Erlaubnis zur Wiedergabe
der hier gezeigten Blätter.

Generation ausgeschieden. Wie es aber nun
einmal im Kunstbetrieb geht: der, von dem
man nicht mehr auf allen Gassen und in allen
Gazetten hört, wird vergessen. Bis eines Tages
sein gesammeltes,reifes,in der Fülle seines Reichtums
und seiner Eigenart erstrahlendes Werk
aufs neue für ihn wirbt, und er innerhalb der
unsicher verlaufenden, auf- und abwogenden
Strömungen als ein Klassiker, der von der
siegreich genommenen Höhe in das Getriebe
blickt, erkannt wird.

Fast genau so ist es Rudolf Schiestl ergangen.
Wer sich der Zeit kurz nach 19OO und ihres
Kunstlebens, besonders in seinen Münchner Ausstrahlungen
, erinnern kann,dem ist der NameRu-
dolf Schiestl, der damals oft mit Ignatius Taschner
und Fritz Bohle zusammengenannt wurde, als

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