Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 56. Band.1927
Seite: 146
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OTTO PRUTS C H ER.

VASEN DER WIENER PORZELLANMANUFAKTUR AUGARTEN

DIE WIENER PORZELLAN-MANUFAKTUR AUGARTEN

Es war wohl bedenkliche Kurzsichligkeit, als das
österreichische Abgeordnetenhaus im Jahre i 862
in der Budgetdebatte beschloß, die Wiener Porzellanfabrik
aufzulassen. Die sparsame Regierung
war selbst für die Einstellung, das Kaiserhaus
ohne Interesse — so wurden alle Arbeiter
dieser Zweitältesten Porzellanmanufaktur Europas
cnllassen und die weltberühmte Erzeugung
stillgelegt. Rund fünfzig Jahre blieben die Tore
geschlossen, bis sich vor wenigen Jahren einige
unternehmungslustige Leute vereinigten, um,
nicht ohne staat liche Unterstützung, neues Leben
in die ehemalige k. k. Manufaktur in der
Rossau zu bringen. Der Bindenschild, vielfach

fälschlich als Bienenkorb bezeichnet, wurde als
Marke beibehalten und, sehr zum Vorteile des
Ganzen, ein gewaltiger Vorrat an Modellen vorgefunden
und übernommen. Die Heranbildung
geschickter Modelleure, Maler, Vergolder und
Ofenarbeiter verlangt naturgemäß Zeit und
wieder Zeit. Aber durch eifrige Arbeit, sachgemäße
Wiederholung der vorgefundenen Modelle
und Unverdrossenheit bei anfänglichen
Mißerfolgen wird es hoffentlich gelingen, der
Porzellanfabrik wieder die Bedeutung wie um
die Wende des 18. Jahrhunderts zu geben.
Das Alt-Wiener Porzellan unterscheidet sich
von den Erzeugnissen deutscher, französischer,

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